vergrößernverkleinern
Nick Heidfeld will in der nächsten Saison mit BWM Weltmeister werden © getty

Bei der Präsentation seines neuen Dienstfahrzeugs spricht der BMW-Sauber-Pilot über Rückschläge und die Finanzkrise - und sein ganz großes Ziel.

Nick Heidfeld will in der nächsten Saison voll auf Angriff setzen.

Er und sein Team wollen endlich auf Augenhöhe mit den Silberpfeilen und Ferrari um Siege und Titel fahren.

Die Saison 2008 war für ihn dabei zwar eher ein Rückschlag, aber der Deutsche blickt dennoch nach vorne. "Denn das Ziel ist, die WM zu gewinnen und nicht nur ein Rennen", verrät er im Interview.

Bei der Präsentation seines neuen "Dienstwagens", dem F1.09 57132(Die Bilder) sprach Heidfeld über den Titel, Rückschläge und die Finanzkrise.

Frage: Nick Heidfeld, in Valencia wurde nun Ihr neuer Dienstwagen vorgestellt. Mit welchen Gefühlen gehen Sie nach der wechselhaften Saison 2008 in das neue Jahr?

Nick Heidfeld: Ich habe ein gutes Gefühl. Das hatte ich zwar schon oft in meiner Karriere und musste dann erleben, dass es anders kam. Aber diesmal bin ich wirklich optimistisch. Ich bin fit wie nie und habe durch die Steigerung in der zweiten Saisonhälfte wieder Selbstvertrauen getankt.

Frage: Nach 152 Grand-Prix-Starts warten Sie immer noch auf den ersten Sieg. Werden Sie in diesem Jahr endlich erlöst?

Heidfeld: Ich denke nicht dauernd an den ersten Sieg. Denn das Ziel ist, die WM zu gewinnen und nicht nur ein Rennen.

Frage: Glauben Sie, dass das möglich ist?

Heidfeld: Wenn das Auto in der Lage ist, kann ich es schaffen. Bisher hatte ich nur einmal das Auto und die Umstände, dass ich hätte gewinnen können. Das war letztes Jahr in Montreal, und da hat mein Teamkollege gewonnen, und wir haben einen Doppelsieg gefeiert.

Doch nach den großen Fortschritten im vergangenen Jahr müssen wir diesmal keinen so großen Schritt mehr gehen.

Frage: Es gab Änderungen bei der Aerodynamik, die Slicks wurden wieder eingeführt, zudem das neue Hybridsystems KERS. Ist das für BMW insgesamt ein Vor- oder Nachteil?

Heidfeld: Es ist in diesem Jahr noch viel schwerer zu sagen, wer wo steht. In den vergangenen Jahren war es meistens so, dass die großen Teams Änderungen schneller umsetzen konnten. Aber vielleicht kriegt diesmal auch ein vermeintlich kleines Team einen richtigen Schub. Das Feld könnte richtig durcheinandergewirbelt werden.

Frage: Inwiefern machen sich die Folgen der weltweiten Finanzkrise bemerkbar?

Heidfeld: Die Autos sehen natürlich völlig anders aus. Aber vom Umfeld her kann ich noch keinen Unterschied ausmachen. Natürlich müssen alle Teams sparen, aber die Formel 1 ist und bleibt eine wichtige Plattform, um seine Marke zu positionieren.

Frage: Wären Sie unter Umständen auch zu Gehaltseinbußen bereit?

Heidfeld: In solchen Situation muss man eine genaue Kosten-Nutzen-Planung durchführen, und der Fahrer ist ein einschneidender Faktor. Deshalb muss man sich gegebenenfalls drauf einstellen wie alle anderen auch.

Aber es ist im Moment kein Thema, und ich hoffe auch, dass man genug Wege findet, dass man niemanden entlassen muss und die Fahrer-Gehälter hochhalten kann.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel