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Ferrari hat an allen 60 Weltmeisterschaften seit 1950 teilgenommen © getty

Die italienische Presse prophezeit der Königsklasse den Untergang ohne Ferrari und spekuliert über Alternativen. Die Pressestimmen.

Rom - Die italienischen Medien haben mit Untergangsstimmung und heftigen Spekulationen auf die Ausstiegsdrohung von Ferrari aus der Formel 1 reagiert (Ferrari kündigt Ausstieg an).

"Ciao F1", schrieb der "Corriere dello Sport", "Ferrari sagt basta! ", meinte "Tuttosport", "Adieu Formel 1!", titelte "La Repubblica".

Wegen des für sie offenbar nahezu feststehenden Ausstiegs mutmaßen die Medien bereits über mögliche Klagen oder alternative Serien, in denen Ferrari künftig an den Start gehen könnte (Teams: Widerstand gegen den Sparzwang).

"Ferrari könnte sogar Klage gegen die FIA wegen Verletzung der Abkommen einreichen", meinte die "Gazzetta dello Sport", und der "Corriere della Sera" vermutete: "Sollte Ferrari auf die Formel 1 verzichten, wird der Rennstall Scharen von Rechtsanwälten gegen die FIA und ihren Präsidenten einsetzen. Ferrari ist bereit, auf Schadenersatz zu klagen."

Sport1.de hat die Pressestimmen aus Italien:

Gazzetta dello Sport:

Ferrari-Schock! Ferrari droht mit dem Austritt aus der Formel 1 und denkt schon an eine alternative Weltmeisterschaft. Nach Ferraris Revolte kann Max Mosley jetzt nicht mehr stur auf seiner Position beharren. Er muss entscheiden, ob er eine Weltmeisterschaft aus kleinen Teams haben oder ob er mit großen Kolossen weitermachen will.

Ferrari sucht jetzt nach neuen Wegen. Maranello könnte zu den 24 Stunden von Le Mans zurückkehren und mit Audi und Peugeot konkurrieren. Ferrari könnte außerdem mit anderen großen Teams eine alternative WM aufbauen, in der jeder Rennstall drei Piloten einsetzt.

Ferrari könnte als dritten Pilot Valentino Rossi einsetzen, der des Öfteren in Maranello die Formel 1-Autos getestet hat.

Corriere dello Sport:

Ciao F1! Eklatantes Ultimatum. Ferrari geht. Ferrari lässt die Formel-1-Welt zittern. Montezemolo will auf eine alternative Weltmeisterschaft setzen. Ferraris Schachzug ist der bisher verheerendste in dieser spannenden Partie. Er droht die Formel 1 zu vernichten (44 Millionen Euro: FIA verabschiedet Budgetgrenze).

Ferrari stehen jetzt zumindest drei Möglichkeiten offen: Die US-Serien, die Rennen a la Le Mans. Und eine neue Meisterschaft, die direkt von den Autobauern organisiert wird.

Tuttosport:

Ferrari sagt basta! Der Regelkrieg führt zu einer Schock-Ankündigung. Die Scuderia will die Formel 1 verlassen. Jetzt wartet Ferrari auf die Reaktion der anderen unter dem FOTA-Schirm versammelten Teams (Auch Red Bull und Toyota drohen mit Ausstieg).

Eine Formel 1 ohne Ferrari wäre wie eine Fußball-WM ohne Brasilien oder Paris ohne den Eiffelturm. Und Ferrari weiß das genau. Die Formel 1 ist Ferrari.

Corriere della Sera:

Ferrari bereitet sich auf die Scheidung von der Formel 1 vor. Und es wird keine schmerzlose Trennung sein. Sollte Ferrari auf die Formel 1 verzichten, wird der Rennstall Scharen von Rechtsanwälten gegen die FIA und ihren Präsidenten einsetzen. Ferrari ist bereit, auf Schadenersatz zu klagen.

Max Mosley hat die Formel 1 auf den Kopf gestellt und die Abkommen verletzt, die die FIA mit Ferrari abgeschlossen hatte.

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