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Kehraus bei Ferrari? Die Roten haben sich noch nicht für 2010 angemeldet © imago

Der Formel-1-Boss trifft sich am Freitag mit den rebellierenden Teams. Besonders Ferraris Bedürfnisse sollen gestillt werden.

München - Im Streit um die geplante Budget-Obergrenze in der Formel 1 ist möglicherweise eine schnelle Einigung in Sicht.

Bei einem Treffen am Freitag in London wollen Vertreter der Teams mit FIA-Präsident Max Mosley und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone einen gemeinsamen Weg aus der Krise finden. (Teams: Widerstand gegen den Sparzwang)

"Niemand hat ein Interesse daran, die Formel 1 zu Fall zu bringen", sagte Ecclestone der französischen Tageszeitung "Le Figaro": "Wir werden eine Lösung suchen und sie auch finden."

Ferrari ist der Schlüssel

Am Dienstag und Mittwoch hatten Ferrari und Renault mit dem Ausstieg aus der Formel 1 gedroht, falls die FIA an der geplanten Budget-Obergrenze von 44 Millionen Euro (ohne Fahrergehälter) festhält. (Ferrari kündigt Ausstieg an)

Auch BMW, Toyota und Red Bull haben einen solchen Schritt bereits angekündigt. Laut Ecclestone ist Ferrari der Schlüssel in den Gesprächen am Freitag: "Sie sind seit 60 Jahren dabei, wir sind Partner, und die Bedürfnisse unserer Partner sind uns wichtig." (Auch Red Bull und Toyota drohen der FIA)

Piero Ferrari, einziger noch lebender Sohn des legendären Firmengründers Enzo Ferrari, bemühte einen Vergleich aus dem Fußball, um Mosleys Pläne zu kritisieren: "Inter Mailand gibt Unmengen Geld für Spieler aus und gewinnt alles, Calcio Catania ist ein armer Verein und gewinnt nichts. Hätte die FIA im italienischen Fußball das Sagen, dürfte Catania künftig mit 12 Mann spielen und Inter nur noch mit neun - lächerlich."

Piratenserie "weit entfernt"

Renault-Teamchef Flavio Briatore lenkte bereits am Donnerstag ein. "Wir wollen in der Formel 1 dabei sein, aber wir müssen Mosley logische Bedingungen stellen", sagte Briatore der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

Eine alternative Formel 1 sei "eine weit entfernte Hypothese, die niemand wirklich will".

Briatore sparte aber gleichzeitig nicht mit Kritik an Mosley, der wegen der Beisetzung seines Sohnes in dieser Woche zu den jüngsten Rückzugsdrohungen offiziell noch keine Stellung bezogen hat. "Mosley kann keine Regeln erzwingen, seine Arbeitsweise ist nicht akzeptabel", sagte Briatore der Gazzetta. "Die FIA konfrontiert uns wöchentlich mit einer Neuerung, so geht es nicht weiter."

FIA soll sich "als Schiedsrichter" verstehen

Die Formel 1 bestehe aus Teams, und die FIA solle sich "als Schiedsrichter dieser Teams verstehen und ihnen nicht ständig etwas aufzwingen".

Bei der offiziellen Einschreibung für die WM 2010, die zwischen dem 22. und 29. Mai 2009 erfolgt, sollen die Teams nach der bisherigen Planung entscheiden, ob sie unter den alten Regeln weitermachen oder sich der Obergrenze unterwerfen wollen. (44 Millionen Euro: FIA verabschiedet Budgetgrenze)

Dafür dürften sie als Leistungsausgleich verstellbare Front- und Heckflügel, Motoren ohne Drehzahllimit sowie unbegrenzte Testfahrten außerhalb der Saison und unbegrenzte Windkanalzeit nutzen.

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