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Max Mosley ist seit 1993 Präasident des Welt-Automobilverbandes FIA © getty

Der Streit um die Budget-Grenze spitzt sich zu: Ein Treffen von FIA und den Teams endet ohne Ergebnis. Ferrari zieht vor Gericht.

London - Der Streit um die geplante Budget-Obergrenze in der Formel 1 spitzt sich immer weiter zu.

Nach einem Treffen am Londoner Flughafen Heathrow erklärte Max Mosley, der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, dass es seitens der FIA keinen Kompromiss geben werde.

Der Brite teilte ferner mit, dass Ferrari bei einem französischen Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen die FIA-Entscheidung anstrengt. (Ferrari kündigt Ausstieg an)

"Während des Meetings haben wir erfahren, dass Ferrari bereits ein Gericht angerufen hat, um gegen das vorzugehen, was wir wollen", sagte Mosley.

Zu einer Lösung kamen die an dem Gespräch beteiligten Parteien nicht, aber "es war ein Meeting in freundlicher Atmosphäre. Die Teams sind aus der Sitzung herausgegangen um zu schauen, ob sie etwas Besseres vorschlagen können als eine Budget-Obergrenze", so Mosley.

"Wir sind Partner"

Am Dienstag und Mittwoch hatten Ferrari und Renault mit dem Ausstieg aus der Formel 1 gedroht, falls die FIA an der geplanten Budget-Obergrenze von 44 Millionen Euro (ohne Fahrergehälter) festhält.

Auch BMW, Toyota und Red Bull haben einen solchen Schritt bereits angekündigt (Auch Red Bull und Toyota drohen der FIA).

Laut Formel-1-Tycoon Bernie Ecclestone ist Ferrari der Schlüssel in den Gesprächen: "Sie sind seit 60 Jahren dabei, wir sind Partner, und die Bedürfnisse unserer Partner sind uns wichtig."

Fußball-Vergleich hinkt

Piero Ferrari, einziger noch lebender Sohn des legendären Firmengründers Enzo Ferrari, hatte einen Vergleich aus dem Fußball bemüht, um Mosleys Pläne zu kritisieren:

"Inter Mailand gibt Unmengen Geld für Spieler aus und gewinnt alles, Calcio Catania ist ein armer Verein und gewinnt nichts. Hätte die FIA im italienischen Fußball das Sagen, dürfte Catania künftig mit 12 Mann spielen und Inter nur noch mit neun - lächerlich."

Die Entscheidung steht an

Bei der offiziellen Einschreibung für die WM 2010, die zwischen dem 22. und 29. Mai 2009 erfolgt, sollen die Teams nach der bisherigen Planung entscheiden, ob sie unter den alten Regeln weitermachen oder sich der Obergrenze unterwerfen wollen.

Dafür dürften sie als Leistungsausgleich verstellbare Front- und Heckflügel, Motoren ohne Drehzahllimit sowie unbegrenzte Testfahrten außerhalb der Saison und unbegrenzte Windkanalzeit nutzen.

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