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Flavio Briatore und das Renault-Team feiern Alonsos Sieg in Singapur 2008 © getty

Flavio Briatore plant laut einem italienischen Medienbericht die Übernahme des Rennstalls. Schlichtet McLaren den F-1-Streit?

Von Marc Ellerich

München - Renault-Teamchef Flavio Briatore war zuletzt nicht sonderlich gut zu sprechen auf das derzeit dominanteste Team in der Formel 1.

In der Diffusor-Affäre, die zu Beginn der neuen Saison die Königsklasse erschütterte, attackierte der alternde Playboy seinen früheren Benetton-Weggefährten Ross Brawn ziemlich wüst und nannte ihn einen Banditen.

Doch offenbar findet der Italiener nicht alles schlecht, was aus der Richtung des Honda-Nachfolgers Brawn GP kommt.

Hartnäckige Gerüchte

Nach einem Bericht des italienischen Blattes "Autosprint" plant Briatore nämlich, den Renault-Rennstall zu übernehmen und ab dem kommenden Jahr in eigener Regie zu führen ? so wie es Ross Brawn vor Beginn dieser Saison durchexerzierte, als er aus Honda Brawn GP machte.

Um Renault halten sich in der weltweiten Automobil-Krise Ausstiegsgerüchte, zudem steigt zum Ende des Jahres der bisherige Hauptsponsor ING aus.

So könnte aus dem französischen Werksteam zum Jahresende Briatore GP werden und Renault nur noch die Motoren für den alten-neuen Rennstall liefern - was insofern praktisch wäre, als sich dadurch die kommende Budget-Obergrenze einfacher einhalten ließe.

McLaren-Mercedes als Friedensbringer

Im heftigen Gerangel über das finanzielle Limit ab dem nächsten Jahr bahnt sich derweil ein Kompromiss an (FIA und FOTA nähern sich an) .

Die womöglich den Frieden bringende Lösung stammt angeblich vom deutsch-englischen Weltmeister-Team McLaren-Mercedes.

Die Idee: Die Grenze wird in zwei Stufen eingeführt. 2010 dürften demnach noch 100 Millionen ausgegeben werden. Ein Jahr später böge die Formel 1 dann auf das von FIA-Boss Max Mosley geforderte Kostenlimit von 45 Millionen Euro ein (Mosley schlägt Kompromiss vor).

Einschreibefrist endet

Bewerbern für die "neue" Königsklasse würde zusätzlich unter die Arme gegriffen, indem ihnen Bauteile und womöglich sogar ein Chassis zum Kauf angeboten würde.

Vorausgesetzt Mosley stimmt dem Kompromissvorschlag der Teamvereinigung FOTA wirklich zu, stünde der großen Versöhnung nichts mehr im Wege.

Was insofern praktische wäre, da am Freitag die Einschreibefrist für die kommende Saison endet.

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