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Jack Brabham hatte bereits von 1962 bis 1992 einen eigenen Formel-1-Rennstall © getty

Das Formel-1-Projekt aus der deutschen Provinz trifft auf ersten Widerstand. Weltmeister Jack Brabham will seinen Namen schützen.

Istanbul - Zwischen dem dreimaligen Formel-1-Weltmeister Sir Jack Brabham und Unternehmer Franz Hilmer aus Niederwinkling im Kreis Straubing ist ein Streit um die Nutzung des Namens Brabham in der Königsklasse entbrannt.

Nachdem Hilmer sich unter diesem Namen bei der FIA für die Formel-1-Saison 2010 eingeschrieben hatte, droht die Familie des 83-jährigen Australiers mit rechtlichen Schritten.

"Die Familie will klarstellen, dass sie in keinster Weise in Brabham Grand Prix Limited eingebunden ist und an keinen Gesprächen über die Pläne dieser Firma, diesen historischen Namen in der Formel 1 wiederaufleben zu lassen, beteiligt war. Die Familie wird rechtliche Schritte einleiten und alle notwendigen Maßnahmen treffen, ihren Namen und ihre Reputation zu schützen", erklärte der Brabham-Clan auf der Webseite von Sir Jacks Sohn David, der von 1990 bis 1994 ebenfalls in der Formel 1 fuhr.

Eingeschrieben für 2010

Hilmer hatte im vorigen Jahr die Insolvenzmasse des Super-Aguri-Teams aufgekauft und will damit 2010 unter der von der FIA geplanten Budget-Obergrenze von rund 45 Millionen Euro in der Formel 1 an den Start gehen.

"Wir haben uns eingeschrieben, die Ressourcen, die Autos zu bauen, haben wir auch", sagte der 44-Jährige, der auch Gesellschafter der Straubing Tigers in der DEL ist.

Für diese Pläne hatte er sich die Rechte am Namen Brabham gesichert.

Brabham hatte bereits eigenen Rennstall

"Brabham ist eine Legende. Wir wollten mit diesem Namen antreten", sagte Hilmer der "Süddeutschen Zeitung", hat die Rechnung aber wohl ohne Jack Brabham gemacht.

Der älteste noch lebende Formel-1-Champion war 1959, 1960 und 1966 Weltmeister und hatte bereits 1962 seinen eigenen Rennstall gegründet, der bis einschließlich 1992 insgesamt 35 Rennen gewann.

Neben Brabham selbst wurden auch 1967 Denis Hulme sowie 1981 und 1983 Nelson Piquet mit diesem Team Weltmeister.

Von 1972 bis Ende 1987 gehörte der Rennstall dem heutigen Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone.

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