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Vijay Mallya verdient sein Geld unter anderem mit der Fluggesellschaft Kingfisher Airlines © getty

Nach Williams schreibt sich auch das Team von Vijay Mallya eigenständig ein. Nun ruhen die Hoffnungen auf Bernie Ecclestone.

Istanbul - Im Machtpoker mit dem Automobil-Weltverband FIA hat auch Force India den Solidarpakt der Formel-1-Teamvereinigung FOTA verlassen und steht vor dem Ausschluss.

Nach der Meldung von Williams hat der indische Teambesitzer Vijay Mallya FIA-Präsident Max Mosley versprochen, sich unabhängig von einer Einigung mit der FOTA ohne Bedingungen für die WM 2010 einzuschreiben ("Krieg mit Mosley geht weiter").

Toyota-Teampräsident John Howett erklärte in seiner Funktion als Vize-Präsident der FOTA, dass Mallya vor ihm die Einschreibung eingestanden habe.

"Wir werden am Samstag in einem direkten Gespräch mit ihm entscheiden, ob wir Force India aus der FOTA ausschließen werden", sagte Howett.

Von wegen Geschlossenheit

Die Teamvereinigung hatte bereits Williams nach dem Vorpreschen vorübergehend suspendiert und am letzten Tag der Einschreibefrist eine an Bedingungen geknüpfte Sammelmeldung der anderen neun Teams abgegeben.

Das sollte die Geschlossenheit der Gruppe demonstrieren, doch nun ist auch das Team des Deutschen Adrian Sutil (Porträt) ausgeschert.

Die anderen acht Teams hoffen, dass die FIA bis zur offiziellen Benennung der WM-Teams für 2010 die Rahmenbedingungen der Rennställe akzeptiert.

Nur dann wollen sie ein Concorde Agreement für einen Verbleib in der Formel 1 bis 2012 unterzeichnen.

Ecclestone als Vermittler

Die Fronten scheinen allerdings verhärtet. "Wenn einer die FIA und uns noch zusammenbringen kann, dann Bernie Ecclestone", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner (Mosley: "Werden sehen, wer sich durchsetzt").

Doch der Formel-1-Promoter ist am Wochenende in Istanbul aus gesundheitlichen Gründen nicht vor Ort.

Und die FIA will fünf Tage nach dem Rennen in der Türkei die Teams für 2010 benennen.

Brawn auf Seiten der FOTA

Derweil wird WM-Spitzenreiter Brawn als drittes Team, dessen Einschreibung stets als sicher galt, nicht überlaufen.

"Der jüngste Vorschlag der Teams macht sehr viele Zugeständnisse an die FIA", meint Teamchef Ross Brawn: "Wir würden in Stufen bei den Ausgaben ankommen, wie sie sich FIA-Präsident Mosley wünscht. Für neue Teams wäre es eine attraktive Basis, in die Formel 1 einzusteigen."

Unter diesen Umständen, so Brawn, hätte er der FOTA seine Unterstützung nicht verweigern können.

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