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Für Manor fuhr in der Formel 3 Euro Series unter anderem auch schon Lewis Hamilton © imago

Drei Neulinge haben den Sprung in die Formel 1 geschafft - alle drei mit dem selben Motorenlieferanten. Die Neulinge im Porträt.

München - Campos, Manor und USF1 sind die drei Neulinge für die Formel-1-Saison 2010.

Sie ermöglichen dem Motorenbauer Cosworth ein Comeback in der Königsklasse.

Alle drei haben mit dem britischen Triebwerksbauer, der zuletzt 2006 das Williams-Team ausgerüstet hatte, einen Vertrag über drei Jahre abgeschlossen.

Der Automobil-Weltverband FIA hat Campos, Manor und USF1 nach einer intensiven Prüfung der Einschreibungen aus insgesamt 15 Interessenten ausgewählt. Dabei wurde auch die Finanzkraft der neuen Teams untersucht.

Campos: Titelhalter in der GP2

Das spanische Campos-Team wurde 1998 von dem früheren Formel-1-Piloten Adrian Campos gegründet und ist seitdem in verschiedenen Rennserien wie der GP2 und der Formel-3-Euroserie angetreten.

Dabei gewann der Rennstall sechs Fahrer- und fünf Konstrukteurstitel und ist aktueller Titelhalter der GP2. Der Verwaltungssitz liegt in Madrid, das technische Zentrum in der Nähe der Rennstrecke von Valencia.

Campos ist für 2010 technische Partnerschaften mit Chassisbauer Dallara und Getriebespezialist Xtrac eingegangen.

Manor erfolgreich in unteren Klassen

Manor wurde 1990 vom früheren britischen Rennfahrer und heutigen Teamchef John Alfred Booth gegründet. Seitdem gewann das Team 171 Rennen und 19 Meisterschaften in Serien von der Formel Renault bis zur Formel-3-Euroserie.

Der Rennstall verfügt über zwei Teamsitze in Sheffield und Bicester und wird technisch zudem vom Ingenieurbüro Wirth Research Limited (WRL) unterstützt. WRL wurde 2003 vom früheren March-Techniker Nick Wirth gegründet, der auch Technischer Direktor des Teams ist, und baute unter anderem die Siegerautos der Indy Racing League 2004 und 2005.

1994 war Wirth Gründer und Technischer Direktor des Formel-1-Teams Simtek, von 1996 bis 1999 Chefdesigner bei Benetton.

"Das ist ein stolzer Moment"

Teamchef John Booth zeigte sich hocherfreut über die Entscheidung der FIA. "Das ist ein stolzer Moment in der Geschichte von Manor", sagte er.

Wirth freut sich auf die neue Herausforderung: "Die Formel 1 ist die Spitze des Motorsports und wir freuen uns, bei limitierten Budget innovativ arbeiten zu können", sagte er "Motorsport-Total.com".

Patrick in die Formel 1?

Das neue USF1-Team wurde gegründet vom Amerikaner Ken Anderson, der seit mehr als 30 Jahren im Rennsportgeschäft ist und neben seiner erfolgreichen Arbeit bei den Indy 500 und in der Indy-Car-Serie auch in der Formel 1 für Ligier und Onyx tätig war.

Sein britischer Teamdirektor Peter Windsor ist seit mehr als 35 Jahren als Journalist, Teammanager und Berater in der Formel 1 unterwegs. Unter anderem arbeitete er für Williams und Ferrari sowie als Berater von Carlos Reutemann und Nigel Mansell.

Das Projekt, das schon lange die Formel-1-Teilnahme 2010 als Ziel ausgegeben hatte, sorgte vor allem durch den angeblichen Plan, US-Star-Pilotin Danica Patrick zu engagieren, für Aufsehen.

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