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Viel Erklärungsbedarf: Flavio Briatore vor den internationalen Reportern © getty

Revolution in der Formel 1. Kommt die Spaltung? Die Weltpresse sieht die Königsklasse bereits vor dem Aus. Die Pressestimmen.

Silverstone/München - Die mögliche Spaltung der Formel 1 bewegt die Weltpresse (Teams planen Konkurrenzserie). Sport1.de hat die internationalen Pressestimmen zusammengestellt (Piratenserie: Sport1.de klärt die wichtigsten Fragen).

ITALIEN:

Gazzetta dello Sport: "Die neue Formel 1 entsteht, eine Revolution bahnt sich an, und Mosley gerät immer stärker unter Druck. In der Formel 1 ist eine Ära zu Ende gegangen, die von Mosley und Ecclestone, ein Modell, das in der Welt des Sports ein Beispiel war, das aber mit der Zeit an Projektfähigkeit und Frische verloren hat. Wir stehen jetzt vor einem hässlichen Finale, wie in einigen aristokratischen Familien, in denen an einer Lebenswende Kinder, Eltern und Enkelkinder sich sogar um das Silberbesteck streiten."

Corriere dello Sport: "Chaos in der Formel 1. Man suchte nach einer Einigung, dabei ist es wieder einmal zu einer Spaltung gekommen. Mosley muss jetzt das Handtuch werfen, denn ansonsten werden die 'Rebellen' eine alternative Formel 1 aufbauen. Ein neues Kapitel einer neuen Formel 1 könnte bald geschrieben werden."

Tuttosport: "Die Wege trennen sich. Keine Annäherung, keine Einigung. Fiat erklärt FOTA und Ferrari den Krieg mit einer Klage wegen Verletzung der sportlichen Regeln. Der totale Krieg ist ausgebrochen. Welche Formel 1 daraus entstehen wird, ist noch ganz offen."

La Repubblica: "Die Formel 1 gibt es nicht mehr. Spaltung, Gericht und eine neue Formel 1. Ferrari und die Rebellenteams wollen Mosley verjagen. Eine Epoche geht zu Ende. In der Formel 1 ist der totale Krieg ausgebrochen."

Corriere della Sera: "Grand Prix der Spaltung in Silverstone. Kein Kompromiss zwischen FIA und FOTA. Jetzt ist es zum definitiven Bruch gekommen."

FRANKREICH:

L'Equipe: "Gefährliche Kurve. Konflikt zwischen den Teams und der FIA. Dramatische Wende. Es ist schwierig vorherzusagen, in welche Richtung die Formel 1 steuert."

Aujourd'hui: "Kommt die Formel 1 unbeschädigt aus dieser Krise heraus? Seit gestern ist der Krieg zwischen der FIA und der FOTA ausgebrochen, und die Formel 1 muss dafür bezahlen."

Ouest France: "Die Formel 1 steht kurz davor, von der Strecke abzukommen."

SPANIEN

Marca: "Die Formel 1 endet vor Gericht. Max Mosley ist wohl nicht mehr tragbar für die Teams. Nur sein Kopf könnte einen Rückzieher in den nächsten Tagen ermöglichen."

AS: "Die Drohung der FOTA lässt eine Lösung für die Formel 1 näher rücken. Um fünf Uhr morgens spukten E-Mails auf der halben Welt den Staatsstreich der Formel 1 aus."

ÖSTERREICH:

Österreich: "Formel 1 droht der 'Totalschaden'. Zukunft der Formel 1 steht am Spiel. Ohne Kompromiss zwischen FIA-Boss Max Mosley und den Teams droht der Zerfall. Dicke Gewitterwolken über der Rennstrecke von Silverstone!"

Kurier: "Kernspaltung in der Formel 1. Die Königsklasse steht still. Der sonst ohrenbetäubende Lärm der Formel-1-Boliden wirkt wie ein leises Summen. Für die Trainingseinheiten vor dem Grand Prix von Großbritannien interessierte sich niemand. Weder die Fans, noch die Fahrer - schon gar nicht die Teamchefs."

Standard: "Am Freitag brach die Formel 1 entzwei. Das Gesicht hat zunächst keiner verloren, weder FIA-Präsident Max Mosley noch der FOTA-Vorsitzende Luca di Montezemolo. Der Verlust freilich wird auf beiden Seiten groß sein, wenn die Formel 1 tatsächlich in zwei Teile zerfällt."

NIEDERLANDE:

De Telegraaf: "Die Formel 1 auf dem Sterbebett. Acht Teams stellen eine eigene Rennserie auf im Unfrieden mit der Politik der FIA. Wenn die Teams wirklich eine eigene Meisterschaft aufbauen wollen, ist die wichtigste Frage, ob es so weit kommt oder ob es ein lebensgefährliches Pokerspiel wird. Der Krieg in der Formel 1 scheint ein Krieg zwischen Egoisten zu sein, mit Max Mosley in der Rolle des angeschossenen Wildes."

Algemeen Dagblad: "Chaos in der Formel 1, die Krise ist komplett. Acht Teams drohen mit Trennung, die FIA reagiert mit juristischen Schritten. Das Pokerspiel über die Regeln der kommenden Jahre droht die Formel 1 vollständig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Das gegenseitige Säbelrasseln hat die Formel 1 in eine tiefe Krise gestürzt. Die Ankündigung einer eigenen Serie schlug wie eine Bombe ein."

De Volkskrant: "Die großen Teams kehren der Formel 1 böse den Rücken zu. Alonso wusste es schon: Das ist das Ende der Formel 1."

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