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Max Mosley ist seit 1993 Präsident des Welt-Automobilverbandes FIA © getty

Weil die FIA nicht zu ihren Zusagen steht, geht das Machtspiel wieder von vorne los: Ist die Zukunft der Serie nun in Gefahr?

München - Neue dunkle Wolken in der Formel 1: Das endgültige Ende des Streits zwischen dem Automobil-Weltverband FIA und den rebellierenden acht FOTA-Teams lässt nicht nur weiter auf sich warten.

Im Gegenteil: Es gibt einen neuen Eklat.

Bei einem Treffen der Arbeitsgruppe "Sport" am Nürburgring kam es erneut zu Unstimmigkeiten zwischen dem Verband und den Mitgliedern der Teamvereinigung FOTA. In deren Verlauf verließen die FOTA-Vertreter die Sitzung.

Wodruch der Krieg um die Zukunft der Königsklasse wieder von vorne beginnen könnte.

Zukunft der Formel 1 erneut in Gefahr

"Sich gegen die Entscheidung des Motorsport-Weltrats und die Details der Vereinbarung von Paris zu stellen, bringt die Zukunft der Formel 1 in Gefahr", machte die FOTA in einem offizielen Statement ihrer Wut über den Vorgang Luft.

Während laut einer FIA-Pressemitteilung "leider eine Diskussion nicht möglich war", stellte die FOTA die Hintergründe anders dar:

FIA lehnt Verschiebung des Treffens ab

"Während des Treffens wurden die Teammanager vom Technischen FIA-Direktor Charlie Whiting informiert, dass die acht FOTA-Teams entgegen vorheriger Vereinbarungen momentan nicht für die Formel-1-WM 2010 eingeschrieben seien."

"Daher hätten sie kein Stimmrecht bezüglich technischer und sportlicher Regularien", heißt es weiter.

Und: Eine Verschiebung des Treffens habe die FIA abgelehnt, daher habe man die Sitzung verlassen.

FOTA verweist auf Paris-Kompromiss

Die FOTA wiederum verwies darauf, dass ihre acht Teams von der FIA nach dem zuletzt in Paris vereinbarten Kompromiss allerdings als Teilnehmer akzeptiert worden seien.

Eckpunkte des Kompromisses waren unter anderem der Rückgriff auf die Regeln vom Stand vor dem 29. April 2009 ohne die von FIA-Präsident Max Mosley geforderte Budget-Obergrenze von 45 Millionen Euro.

Stattdessen wollte man nach FOTA-Plänen die Kosten auf das Niveau der frühen 90er-Jahre senken.

Mosley wollte im Gegenzug auf eine erneute Kandidatur im Oktober verzichten (Mosley: Fehler, auf meinem Grab zu tanzen).

Weitere Gespräche beim Nürburgring-Grand-Prix

Jetzt streiten die beiden Parteien offenbar wieder darum, wer zuerst welche Vereinbarungen - wie ein neues Concorde Agreement - akzeptieren muss, um letztlich den ausgehandelten Kompromiss unter Dach und Fach zu bringen.

Am Wochenende dürfte es am Rande des Großen Preises von Deutschland (DATENCENTER: Die WM) daher zu weiteren hitzigen Gesprächen zwischen den Streithähnen kommen.

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