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Nick Heidfeld (l.) fuhr für BMW-Sauber in dieser Saison erst magere sechs Zähler ein © imago

Ein Businessmagazin bringt das Verhältnis von Kosten und Nutzen auf den Punkt. Neben BMW sieht auch McLaren-Mercedes nicht gut aus.

München - Als wäre der Formel-1-Ausstieg nicht schon schlimm genug:

Das Businessmagazin "Formulamoney" belegt in einer aktuellen Statistik, dass BMW-Sauber von allen zehn Teams gemessen am Budget das uneffektivste ist. Demnach hat BMW in dieser Saison für jeden einzelnen der acht gewonnenen WM-Punkte mehr als 15 Millionen Euro investiert.

Angesichts dieser Zahlen scheint es verständlich, dass der BMW-Vorstand vor einer Woche die Vollbremsung zum Saisonende ankündigte.

Für Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wird der PS-Zirkus auch ohne BMW weiterhin gut über die Runden kommen.

"Wie viel haben sie schon gewonnen? Ein Rennen in fünf Jahren", lästerte der 78-Jährige in einem Interview der Fachzeitung "Motorsport aktuell": "Also sind sie nicht der ganz große Verlust für die Formel 1."

Am effektivsten arbeitet zurzeit WM-Spitzenreiter Brawn: Jeder WM-Zähler kostete das Honda-Nachfolgeteam 417.000 Euro. Ebenfalls auf einem guten Kurs liegen Red Bull (764.000 Euro) und Williams (2,2 Millionen Euro).

Einen Riesenaufwand betrieb bislang nicht nur BMW, sondern auch McLaren-Mercedes (12,7 Millionen Euro pro WM-Zähler) und Toro Rosso (11,8 Millionen).

Barrichello gut und günstig

Nicht nur die Investitionen der Teams wurden unter die Lupe genommen, sondern auch die Fahrergehälter im Verhältnis zu den gewonnenen Punkten. Da war Rubens Barrichello bislang ein echtes Schnäppchen.

Jeder der 44 Punkte des Brasilianers kostete seinen Teamchef Ross Brawn laut "Formulamoney" gerade mal 7000 Euro. Die teuersten Piloten waren der Pole Robert Kubica (BMW/1,44 Millionen Euro pro Zähler) und der Finne Kimi Räikkönen (Ferrari/1,4 Millionen).

Eine weitere aufschlussreiche Formel-1-Statistik verfasste das Businessmagazin beim Rennen auf dem Nürburgring. Dort wurde eine Liste aufgestellt, die zeigt, welches Team in wie vielen Artikeln führender Zeitungen genannt wurde.

Vettel und Red Bull in den Medien präsent

Sebastian Vettel und Red Bull liegen mit 264 Nennungen knapp vor Ferrari (244) an der Spitze. Dahinter folgt Renault (162) mit dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso vor Toyota (121) und BMW (111).

Abgeschlagen zumindest in der Medienpräsenz fahren McLaren-Mercedes und Brawn-Mercedes hinterher.

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