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Ex-Rennstallbesitzer Peter Sauber (l.) will weiterhin in der Formel 1 vertreten sein © getty

Bei der Rettung des Sauber-Rennstalls tauchen plötzlich zwei neue Namen auf: Petronas und Superfund. Die Zeit wird jedoch knapp.

Von Sebastian Binder

München - Peter Sauber hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Zwar scheiterten am Mittwochabend erste Verhandlungen mit BMW, um nach dem Ausstieg des Autobauers den Rennstall weiterzuführen.

Sauber gibt die Schuld dafür dem Münchner Automobilhersteller. Die Geldforderungen der Bayern waren "für mich ganz einfach viel zu hoch", sagte er der Schweizer Agentur "Si".

Obwohl die geforderte Summe nicht rechtzeitig aufgebracht werden konnte, ist eine Zukunft Saubers in der Formel 1 weiterhin möglich.

Petronas als Retter?

Es geht um Geld, um sehr viel Geld. Ein wichtiger Faktor in diesem Spiel könnte Petronas werden.

Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen dem Schweizer Team und dem Mineralölhersteller gilt als relativ sicher, wie "Motorosport-Total.de" berichtet. Ob Petronas allerdings noch mehr Geld investieren möchte und damit als potentieller Retter in Frage kommt, ist ungewiss. (SERVICE: Rennkalender und Kurse)

Finanzinvestor zeigt Interesse

Peter Sauber will die weitere Formel-1-Teilnahme unter allen Umständen sichern. Seit gestern kursiert dabei dem Bericht zufolge ein zweiter Name als möglicher Investor: Superfund.

Der österreichische Finanzinvestor hätte wahrscheinlich die Mittel, um einen Einstieg zu stemmen. Dennoch ist derzeit noch nicht klar, wie realistisch diese Option ist.

Dagegen spricht vor allem, dass BMW wohl nicht bereit ist, die High-Tech-Fabrik in Hinwil an die Österreicher abzugeben.

Verlust von 25 Millionen Euro

Eines ist klar: Sauber braucht Geld. Durch die gescheiterten Verhandlungen konnte das Team das Concorde Agreement nicht unterzeichnen, welches ihm Gelder in Höhe von 25 Millionen Euro gesichert hätte.

Die Teamvereinigung FOTA hatte zwar angedeutet, einem Nachfolgeteam das Geld möglicherweise bewilligen zu wollen. Die letzte Entscheidung in so einem Fall würde aber Bernie Ecclestone treffen.

Heidfeld vor dem Aus?

Auch für die Fahrer ist die Situation nicht einfach. Nick Heidfeld will die Gespräche mit Sauber "unter den gegebenen Voraussetzungen fortführen", wie er der "dpa" sagte.

Ob er aber nächstes Jahr noch in der Formel 1 starten wird, ist jedoch völlig offen. (DATENCENTER: WM-Stand)

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