vergrößernverkleinern
Nick Heidfeld fuhr in seiner Formel-1-Karriere bisher zwölfmal aufs Podium © getty

BMW kann sich keine Endzeitstimmung erlauben: Um einen Käufer zu ködern, legt sich der Rennstall ins Zeug und bastelt am Boliden.

Von Sebastian Binder

München ? Der Ausstieg ist beschlossene Sache, aber Endzeitstimmung kann sich BMW vor den verbleibenden sieben Formel-1-Rennen nicht leisten.

Zurücklehnen gilt nicht, stattdessen muss Weiß-Blau jetzt besonders gute Arbeit leisten, um die Zukunft des Sauber-Rennstalls in der Formel 1 zu sichern.

"Natürlich sind wir alle enttäuscht über die Entscheidung zum Ausstieg", räumt BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen ein. "Das Team hatte sich in nur drei Jahren an der Spitze etabliert."

Zu spät für den Gegenbeweis

"Und wir hätten sehr gerne bewiesen, dass die schlechten Resultate dieser Saison nur ein Ausrutscher sind", fügt der 56-Jährige an.

"Jetzt fokussiert sich unsere Arbeit auf die nächsten Monate."

Nun soll für das Team gearbeitet werden, denn das beste Zeugnis seien Top-Leistungen auf der Rennstrecke, so Theissen.

Mit neuem Entwicklungspaket nach Spanien

Beim Grand Prix in Valencia setzt BMW-Sauber ein neues Entwicklungspaket ein. Chefingenieur Willy Rampf zufolge umfasst das Paket " "insbesondere zahlreiche Aerodynamikteile".

Und Theissen ergänzt: "Wir wollen wieder auf die Überholspur, und dazu werden die Entwicklungspakete für Valencia und Singapur wie geplant umgesetzt." Damit erhofft sich das Schweizer Team ein besseres Abschneiden als zuletzt. (DATENCENTER: WM-Stand)

Mit nur acht Punkten aus zehn Rennen liegt man derzeit weit hinter den Erwartungen zurück. Durch bessere Ergebnisse soll das Team attraktiver für potenzielle Investoren gemacht werden.

Heidfeld ist gespannt auf Updates

Nick Heidfeld und Robert Kubica freuen sich auf das Rennen in Spanien. "Mir gefällt diese Stop-and-Go-Charakteristik. Der Kurs hat viele lange Geraden, auf die enge Kurven folgen, ehe es wieder geradeaus geht. Das bedeutet viele harte Bremsmanöver", sagt Kubica. (SERVICE: Rennkalender und Kurse)

Heidfeld ergänzt: "Man ist nicht dicht an den Häusern dran, die für Stadtkurse typische Enge fehlt, dafür gibt es Auslaufzonen. Ich bin gespannt darauf, wie sich die Neuerungen an unserem Auto auswirken werden."

Auch abseits des Asphalts ist der Mönchengladbacher hungrig: "Valencia ist natürlich eine tolle Stadt. Und ich freue mich auch auf ein sehr gutes Restaurant, das ich bei meinem letzten Besuch entdeckt habe."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel