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Michael Schumacher ist sieben Mal Weltmeister in der Formel 1 geworden © getty

Der Deutsche wird aber nur als Berater von Ferraris Ersatzfahrer Badoer fungieren. Die Begnadigung von Renault wird begrüßt.

München - Spaniens Formel-1-Fans und die Veranstalter in Valencia atmen auf:

Die Begnadigung von Renault durch den Automobil-Weltverband FIA rettet die Alonso-Fiesta beim Großen Preis von Europa.

"Nach dem Erwachen aus dem Sommernachtstraum, Michael Schumacher in Valencia im Ferrari zu sehen, ist die Show durch Fernando Alonso gerettet", schrieb die spanische Sportzeitung "El Mundo Deportivo".

Die FIA hatte zuvor die Sperre für Alonsos Arbeitgeber Renault - wegen eines Verstoß gegen die Sicherheitsbestimmungen - in eine Geldstrafe von 50.000 US-Dollar umgewandelt.

Schumacher ist an der Strecke

Wenn nach dem geplatzten Comeback von Rekordweltmeister Schumacher, der immerhin als Berater von Ferrari und Ersatzpilot Luca Badoer nach Spanien kommt, auch noch das lokale Zugpferd Alonso hätte im Stall bleiben müssen, wäre der Große Preis von Europa (Qualifying, Sa. ab 13.45 Uhr LIVE) wohl zu einem großen Verlustgeschäft geworden.

Aufgrund der Ungewissheit waren zuletzt erst 45.000 Karten verkauft worden, jetzt hoffen die Organisatoren noch einmal auf einen Alonso-Hype.

"Eine großartige Neuigkeit"

Kein Wunder, dass Jorge Martinez, viermaliger Motorrad-Weltmeister und heutiger Vize-Präsident von Veranstalter Valmor, das Urteil des FIA-Berufungsgerichtes begrüßte.

"Alonsos Anwesenheit ist eine großartige Neuigkeit für dieses Rennen - vor allem für die spanischen Fans. Die Zuschauer werden nun die Chance haben, ihren Lieblingspiloten auf einer spanischen Rennstrecke zu sehen", so der Spanier.

Keine Beeinflussung des FIA-Gerichts

Carlos Garcia, Präsident des spanischen Automobilverbandes, atmete ebenfalls auf.

"Die Gerechtigkeit hat gesiegt", sagte er und fügte hinzu: "Und ich bin sicher, dass diese Entscheidung nicht durch den Fakt beeinflusst wurde, dass Michael Schumacher nicht fährt."

Alonso will aufs Podium

Alonso selbst freut sich nach dem grünen Licht für sich und seinen neuen französischen Teamkollegen Romain Grosjean auf das Heimspiel.

"Heimrennen sind immer etwas Besonderes, und Valencia ist eine wunderbare Stadt. Stadtkurse habe ich immer sehr gemocht, weil sie eine spezielle Atmosphäre haben und die ganze Stadt eingebunden ist", sagte der Spanier, der gerne seinen Aufwärtstrend nach der Pole Position von Budapest fortsetzen würde.

"Es wäre toll, um einen Platz auf dem Podium kämpfen zu können."

Haug begrüßt die Begnadigung

Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug hat die Begnadigung von Renault zufrieden zur Kenntnis genommen.

"Es ist schön zu sehen, dass ein hartes Strafmaß auch mal zurückgenommen wird. Ich hätte das auch gerne mal erfahren", sagte Haug am Dienstag in einer Telefonkonferenz und fand die Geldstrafe okay.

"Die Strafe war zu hart"

"Ich glaube, vor Ort wurde überreagiert. Die Strafe war zu hart", meinte Haug, der aber für die Rennkommissare Verständnis zeigte.

"Nach dem tödlichen Unfall von Henry Surtees eine Woche zuvor und dem Unfall von Felipe Massa am Samstag kann es schon mal vorkommen, dass man am Sonntag sagt: Wir müssen eine drakonische Strafe verhängen", meinte der Schwabe: "Aber es ist gut, dass man dann darüber noch einmal nachdenkt. Dafür ist die Berufung ja da."

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