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Michael Schumacher unterstützte Ferrari in Valencia am Kommandostand © getty

Bleibt Michael Schumacher Ferrari-Berater? In Monza wird laut Manager Weber "etwas passieren". Schumacher warnt Massa.

München - Das Comeback ist vorerst geplatzt, aber Rekord-Weltmeister Michael Schumacher soll trotzdem bei Ferrari bleiben.

Manager Willi Weber kündigte an, dass man am Rande des Großen Preises von Italien in Monza am 13. September mit den Roten über eine Fortsetzung des Beratervertrages verhandeln werde.

Der zum Jahresende auslaufende Kontrakt soll Schumacher bislang etwa fünf Millionen Euro einbringen.

"Da wird zum Rennen in Monza etwas passieren. Dann sind auch in Italien die Ferien vorbei und dann werden wir verhandeln", sagte Weber der "Abendzeitung": "Ich denke, Ferrari hat gemerkt, wie wichtig Michael seine Familie ist."

Beim Rennen in Valencia am vergangenen Wochenende hatte Schumacher seinen Ersatz Luca Badoer mit Tipps unterstützt. Der Italiener wird beim Belgien-GP in Spa (Qualifying, Samstag 13.45 Uhr LIVE) zu seinem zweiten Einsatz kommen.

Comeback weiter denkbar

Weber unterstrich, dass das zuletzt an den Gesundheitsproblemen von Schumacher gescheiterte Renn-Comeback bei Ferrari weiter denkbar ist.

"Spekulationen sind erlaubt, man weiß ja nie, was passiert. Fakt ist, dass Ferrari ein Teil von Michaels Leben ist - und immer bleiben wird." Für Schumacher sei es absolut frustrierend gewesen, sein Comeback abzusagen.

Domenicali: Kein Comeback 2009

Ferrari-Teamboss Stefano Domenicali hatte daraufhin eine Rückkehr Schumachers für diese Saison ausgeschlossen .

Laut Weber eine verständliche Maßnahme: "Ferrari kann diese Saison nur noch einmal den Fahrer wechseln. Was wäre, wenn sie Michael jetzt nominieren würden und er nach ein, zwei Rennen Beschwerden hätte? Dieses Risiko kann keiner eingehen."

Schumi warnt Massa

Schumacher warnte unterdessen seinen verletzten Freund Felipe Massa vor einem zu frühen Comeback.

"Er sollte sich jetzt die Zeit nehmen, komplett zu genesen. Er war unser Nummer-1-Pilot. Und als den wollen wir ihn wieder zurückhaben", zitiert "Auto Bild Motorsport" aus einem Interview, das Schumacher zuletzt in Valencia einer Gruppe brasilianischer Journalisten gab.

Verständnis für den Rennfahrer

Schumacher kann allerdings verstehen, dass der Brasilianer nach seinem schweren Unfall von Budapest, als ihm eine Stahlfeder gegen den Helm geflogen war, so schnell wie möglich in seinen Ferrari zurückkehren will.

"Das liegt in der Natur des Rennfahrers. Der will immer so schnell wie möglich zurück auf die Strecke", sagte Schumacher: "Wir sollten Felipe genug Zeit geben und keinen Druck ausüben."

Badoer fährt hinterher

Schumacher hatte Massa eigentlich selbst ersetzen und dafür fast drei Jahre nach seinem Rücktritt in die Formel 1 zurückkehren wollen.

Eine schwere Nackenverletzung verhinderte aber sein Comeback. Stattdessen kletterte der Italiener Luca Badoer in Massas Auto und fuhr in Valencia nur hinterher.

Massa möchte spätestens bei seinem Heimspiel am 18. Oktober in Sao Paulo wieder fahren, spekuliert wird bereits über eine noch frühere Rückkehr am 27. September in Singapur.

Schumacher erwartet Massa erstarkt

Auf jeden Fall werde Massa, der eine Gehirnerschütterung und eine Knochenabsplitterung an der linken Augenhöhle erlitten hatte, nach seiner Rückkehr mindestens genauso gut sein wie vorher, meinte Schumacher.

Er sagte: "Ich habe jedenfalls keine Zweifel, absolut keine Zweifel, dass er so stark zurückkommt, wie er früher war. Bei mir war es damals nach meinem Beinbruch sogar so, dass ich mit voll aufgeladenen Akkus irgendwie erfrischt war. Wenn er ähnlich viel Motivation aus seiner Pause schöpfen kann, könnte er sogar besser sein als je zuvor."

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