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Crashgate: Im September 2008 setzt Nelson Piquet seinen Renault beim Nacht-Grand-Prix in Singapur gegen die Wand. Ein Jahr später kommt heraus: Der Unfall geschah mit voller Absicht, um Alonso zum Sieg zu verhelfen. Im Zuge der Affäre feuert Renault seinen Teammmanager Flavio Briatore und Chefingenieur Pat Symonds, Briatore wird bis 2012 gesperrt
Nelson Piquet - hier sein Unfall in Singapur - wurde jüngst bei Renault gefeuert © imago

Der Automobil-Weltverband untersucht ein früheres Formel-1-Rennen. Gerüchten zufolge soll Renault manipuliert haben.

Paris - Dem Formel-1-Team Renault droht offenbar wieder einmal Ärger vom Automobil-Weltverband.

Die FIA hat eine nachträgliche Untersuchung über Vorfälle in einem Formel-1-Rennen 2008 eingeleitet, ohne offiziell den betreffenden Grand Prix zu bestätigen.

Dabei handelt es sich offenbar um den Großen Preis von Singapur, bei dem angeblich Renault-Pilot Nelson Piquet junior vorsätzlich durch einen Unfall die Safety-Car-Phase provoziert haben soll, durch die sein Teamkollege Fernando Alonso letztlich das Rennen gewann.

Erst vor wenigen Wochen hatten die Franzosen vor dem Berufungsgericht der FIA eine Umwandlung einer Sperre für ein Rennen in eine Geldstrafe erreicht.

Fahrlässig in Budapest

In Budapest hatte das Team Alonso nach einem Boxenstopp losfahren lassen, obwohl man wusste, dass es ein Problem an einem Vorderrad gab (DATENCENTER: Rennkalender und Kurse 2009).

Ende 2007 stand der Rennstall um Teamchef Flavio Briatore unter Spionage-Verdacht, blieb aber im Gegensatz zum Konkurrenten McLaren-Mercedes (72 Millionen Euro Strafe) straffrei.

Was weiß Massa?

Hintergrund der neuen FIA-Ermittlungen zum Singapur-GP waren wohl Berichte des brasilianischen TV-Senders Rede "Globo". Dessen Kommentator bezog sich auf ein Gespräch mit dem derzeit verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa, der schon damals Briatores Team Absicht unterstellt hatte.

Allerdings könnte auch Piquet selbst neue Andeutungen gemacht haben. Der Brasilianer wurde in diesem Jahr wegen Erfolglosigkeit von Renault entlassen und in Valencia durch den Schweizer Romain Grosjean ersetzt worden.

Piquet war danach insbesondere mit Briatore hart ins Gericht gegangen.

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