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Valentino Rossi gewann zuletzt 2008 den Titel in der MotoGP © getty

Der Motorrad-Star hat sich offenbar als Ferrari-Fahrer angeboten. Aber den Italiener stoppt das gleiche Problem wie "Schumi".

Von Andreas Kloo

München - Der Platz im Ferrari-Cockpit ist eindeutig der begehrteste der gesamten Motorpsport-Szene. Nicht nur Michael Schumacher wollte den Ausfall von Felipe Massa nutzen, um noch einmal im roten Flitzer aus Maranello sitzen.

Auch der achtmalige Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi brannte darauf, in Monza den verletzten Brasilianer zu ersetzen.

Letztlich stoppte Rossi aber das gleiche Hindernis wie den deutschen Rekordweltmeister.

Rossi bestätigt gegenüber "autosport.com" Gespräche mit Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. "Wir sprachen mit Domenicali, aber wir hatten zwei Probleme", erzählte der 30-Jährige während des Trainings für das Moto-GP-Rennen in Misano.

Titelchancen in der MotoGP wichtiger

"Das erste ist der Nacken, da ich nicht weiß, ob ich ein Rennen mit meinem Nacken überstehen könnte."

Auch Michael Schumacher musste seine Comeback-Pläne wegen Nackenproblemen, die von einem schweren Motorrad-Unfall im Frühjahr herrühren, begraben.

Aber noch ein zweiter Grund sprach gegen Rossis Ausflug in die Formel 1. "Auch weil wir noch um den Titel in der MotoGP kämpfen, wäre das Rennen in Monza ein großer Stress, so dass es besser ist in der MotoGP zu bleiben."

Rossi führt in der Moto-GP-Wertung derzeit mit 25 Punkten vor dem Spanier Jorge Lorenzo. (Alles zum MotoGP)

Bereits 2004 im Ferrari

Die Formel-1-Pläne des Motorrad-Stars existieren allerdings nicht erst seit dem Ausfall Felipe Massas. Schon 2004 war er als Ferrari-Fahrer im Gespräch und war bei Tests nur 1,5 Sekunden langsamer als Michael Schumacher.

Dass aber selbst ein Motorsport-Gigant wie Rossi Tests vor einem Formel-1-Rennen braucht, sieht sogar der selbstbewusste Italiener ein: "Wir haben schon vorher entschieden, dass ein Formel-1-Rennen ohne vorherige Tests mehr Risiko als Spaß ist."

Fisichella startet mit Tests

Mittlerweile hat Ferrari aber ohnehin mit Giancarlo Fisichella einen Ersatz für den in zwei Rennen enttäuschenden Luca Badoer gefunden.

Fisichella hat auch bereits seinen Dienst bei Ferrari mit einer Serie von Tests im Simulator begonnen. Der 36-jährige Römer will sich damit schnellstmöglich an das Auto gewöhnen. Bereits am Freitag steht das erste Training zum WM-Rennen in Monza auf dem Programm.

Fisichella saß zuletzt im Cockpit des Force-India-Teams. Dabei hatte er noch beim letzten Rennen in Spa den zweiten Platz belegt. Der bisherige Massa-Ersatz Luca Badoer musste nach nur zwei Rennen seinen Platz räumen, nachdem er nur hinterhergefahren war.

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