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Wusste Fernando Alonso um die "Crashgate"-Affäre von Renault? © getty

Die Untersuchung des "Crashgate"-Skandals beginnt, doch die wichtigsten Zeugen fehlen. Nun muss der Spanier vor der FIA erscheinen.

Von Björn Seitner

München - Nach der Aufdeckung soll nun die Aufklärung folgen.

Ab Dienstag untersucht die FIA die "Crashgate"-Affäre um Flavio Briatore152665(Die Bilder seiner Karriere) und dessen ehemaligen Rennstall Renault.

Doch genau hier liegt nun die Schwierigkeit des Sachverhalts, denn nach der Entlassung kann sich Briatore zurücklehnen.

Die FIA kann nur Lizenznehmer und Mitarbeiter von Lizenznehmern zu ihrer Untersuchung vorladen.

Symonds und Briatore müssen nicht Erscheinen

Briatore hat zwar eine Einladung erhalten - diese ist aber nicht verpflichtend.

Pat Symonds, ehemaliger Chefingenieur von Renault und nach der Verwicklung in den Skandal ebenfalls entlassen, darf dagegen gleich im Urlaub in Spanien bleiben.

Neben Nelson Piquet junior, dessen Vater behauptet, den Weltverband bereits nach dem Brasilien Grand Prix 2008 informiert zu haben, bleibt noch Fernando Alonso, der zweite Fahrer im Renault-Team.

War Alonso eingeweiht?

Die genaue Verwicklung des Spaniers in den Skandal ist noch ungeklärt - feststeht, dass Alonso nach Piquets Unfall das Rennen gewonnen hat.

Doch wusste er, dass der Brasilianer nach Aufforderung mit Absicht in die Mauer fuhr?

Wie "Motorsport-Total.com" berichtet, liegen dem Internetportal Beweismaterialien vor, die daraufhin deuten, dass der zweifache Weltmeister nichts vom Plan seines Teams ahnte.

Auch FIA-Präsident Max Mosley ist von der Unschuld Alonsos überzeugt, ganz im Gegenteil zu Nelson Piquet sen., der immer wieder betonte, der Spanier müsse von dem Unfall gewusst haben.

Ferrari verzichtet auf Votum

Nun bringt sich auch der Ferrari ins Spiel.

Laut italienischen Medienberichten soll der Rennstall auf seinen Sitz im Weltrat verzichten, um zu vermeiden, dass man gegen einen Mitstreiter innerhalb der FOTA stimmen müsse.

Francois Cornelis, Präsident der FIA-Herstellerkommission, wird also wohl auf sein Votum verzichten, wodurch wohl nur noch 25 der 26 Mitglieder über die Zukunft von Renault entscheiden.

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