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Nelson Piquet junior (r.) bestritt 28 Formel-1-Rennen für Renault © getty

Nur 90 Minuten dauert die Anhörung im Unfall-Skandal. Noch im Laufe des Montags wird mit einem Urteil gegen Renault gerechnet.

Paris - Nach nur 90 Minuten war die Anhörung im Unfall-Skandal der Formel 1 vor dem World Council des Automobil-Weltverbandes in Paris beendet.

Erschienen waren am Montagmorgen um 9.30 Uhr "Kronzeuge" Nelson Piquet junior, dessen damaliger Renault-Teamkollege Fernando Alonso, Renault-Vorstand Bernard Rey und Firmensprecher Jean-Francois Caubet.

Die Beteiligten mussten vor den 26 Mitgliedern des World Motor Sport Councils, darunter auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk, Rede und Antwort stehen.

Mit einem Urteil wird noch im Laufe des Montags gerechnet.

Die Kürze der Anhörung lässt darauf schließen, dass die Renault-Verantwortlichen wie zuvor schon angekündigt in vollem Umfang kooperiert haben und geständig waren.

Briatore nicht in Paris

Die mutmaßlichen Drahtzieher des absichtlichen Unfalls beim Singapur-Grand-Prix im September 2008, der damalige Teamchef Flavio Briatore und dessen technischer Direktor Pat Symonds, waren nicht in Paris.

Beide sind inzwischen von ihren Posten zurückgetreten und mussten deshalb laut FIA-Statuten auch nicht mehr vor dem FIA-Gericht erscheinen 152665(DIASHOW: Die Bilder von Briatores Karriere).

Milde Strafe wahrscheinlich

Schlimmstenfalls droht Renault der WM-Ausschluss.

Doch nach dem Rückzug Briatores gilt eine mäßige Geldstrafe oder die Aberkennung der WM-Punkte in der Konstrukteurs-Wertung als wahrscheinlicher.

Alonso dürfte völlig straffrei ausgehen, da ihm ein mögliches Mitwirken am Unfall-Skandal nicht nachzuweisen sein wird.

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