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Amerikanischer Hoffnungsträger: USF1-Teamchef Ken Anderson gibt den Formel-1-Einstiegsplan bekannt © imago

Allen Zweifeln zum Trotz glaubt FIA-Senatspräsident Nick Craw an den Formel-1-Einstieg des amerikanischen Motorsport-Projekts.

London - Der Amerikaner Nick Craw, als Mitglied der Führungsmannschaft des neuen FIA-Präsidenten Jean Todt Vorsitzender des Senats des Automobil-Weltverbandes, hat Zweifel an der Ernsthaftigkeit des neuen US-Rennstalls USF1 zurückgewiesen.

Als Beleg dafür nannte Craw, dass das Team die Einschreibegebühr in Höhe von umgerechnet knapp 295.000 Euro für die Saison 2010 bezahlt habe.

"Sie werden da sein"

"Es gibt möglicherweise einige Leute, die USF1 lieber stürzen sehen wolle, weil sie selbst den Startplatz bekommen könnten", sagte Craw: "In früheren Zeiten haben wir eine Einschreibung erst dann als real angesehen, wenn der Scheck eingegangen und bestätigt war. Die Gebühren sind auch nicht rückerstattbar. Wenn man irgendeinen Beweis haben will, ob USF1 da sein wird oder nicht: Sie haben ihre Gebühr vor zehn Tagen überwiesen, es sind fast 440.000 Dollar. Also werden sie da sein und sie werden uns stolz machen."

"Armee von schuftenden Arbeitern"

Craw hatte im Auftrag der FIA schon zweimal die Fabrik des neuen Rennstalls in Charlotte besucht und erklärte, dass die Ausrüstung da sei und eine "Armee von schuftenden Arbeitern". Zugleich äußerte er auch Hoffnung, dass die Formel 1 bald in die USA zurückkehren würde, wo zuletzt 2007 in Indianapolis ein Grand Prix stattfand.

"Ich denke jeder von den Rechteinhabern über die Teams und die Sponsoren bis zu den Fahrern sehen das Fehlen eines US-Grand-Prix als große Belastung", sagte Craw. Jeder wolle auf dem Nummer-eins-Markt vertreten sein 113830(DIASHOW: Das Starterfeld 2010).

Rennen auf einem Stadtkurs

Craw sieht ein künftiges Rennen allerdings nicht auf einer echten und vielleicht neu gebauten Rennstrecke, sondern eher auf einem Straßenkurs.

"Wenn man einige der Taj Mahals sieht, die in diesen Tagen für die Formel 1 gebaut werden, gibt es in den USA kein Budget für solche Dinge. Die Wahrscheinlichkeit ist viel höher, dass wir einen Straßenkurs in der Nähe einer Großstadt sehen werden. Es gibt da gerade zwei oder drei, die nach dieser Möglichkeit suchen."

Keine Einigung mit Ecclestone

Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone träumt von einem Rennen in New York. Davor war auch eine Rückkehr nach Las Vegas im Gespräch 149801(DIASHOW: Das Fahrerkarussell).

Als einzige permanente Rennstrecke, die Formel-1-Niveau habe, sieht Craw den Indianapolis Motor Speedway, dessen Betreiber sich mit Ecclestone nicht über eine Vertragsverlängerung einig geworden waren, und nach Meinung von Craw auch künftig wohl nicht würden.

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