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Dave Richards war Teamchef beim Renault-Vorgängerteam Benetton © getty

Laut Medienberichten steht Renault vor dem Verkauf seines Formel1-Teams. Angeblich soll Prodrive Interesse bekundet haben.

London - Renault steht nach Medienberichten angeblich vor dem Verkauf seines Formel-1-Teams an den Prodrive-Rennstall des Briten David Richards.

Die französische Sportzeitung "L'Equipe" berichtet, dass der französische Automobilkonzern das Team an Richards verkaufen, allerdings weiter als Motorenhersteller auch für den Red-Bull-Rennstall von Sebastian Vettel zur Verfügung stehen könnte.

Laut der Online-Ausgabe des britischen Fachmagazins "Autosport" soll es am Donnerstag in Paris ein Treffen des Exekutivkomitees von Renault gegeben haben.

Prodrive verweigert Kommentar

Eine Prodrive-Sprecher wollte die Gerüchte am Abend noch nicht bestätigen.

"Wir können über die Renault-Situation keinen Kommentar abgeben, aber es ist allseits bekannt, dass unsere Absicht ist, in die Formel 1 einzusteigen", sagte der Sprecher.

"Wir haben unsere Fähigkeiten schon früher in diesem Jahr unter Beweis gestellt, als wir einen guten Business-Plan für einen Einstieg hatten, aber unseren Motorenvertrag mit Mercedes nicht aufgeben wollten."

FIA lehnte Prodrive im Sommer ab

Im Sommer hatte Prodrive, das sich vor allem im Rallye-Bereich als Einsatzteam von Subaru einen Namen gemacht hatte, vom Automobil-Weltverband FIA keinen Zuschlag für einen der neuen Plätze im Formel-1-Feld erhalten.

Die zugelassenen neuen Teams (Campos, Lotus, Manor/Virgin und USF1) verwenden alle Motoren von Rückkehrer Cosworth.

Richards, früher selbst Teamchef beim Renault-Vorgängerteam Benetton sowie bei BAR, wollte bereits vor zwei Jahren in die Formel 1 einsteigen, damals mit Kundenautos von McLaren-Mercedes, was abgelehnt wurde.

Geldgeber aus Asien

Der Brite hat potente Geldgeber aus Asien im Rücken und könnte den Namen Aston Martin in die Formel 1 bringen, wo er Geschäftsführer ist.

Bereits im September war Richards bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt zur gleichen Zeit wie Renault-Boss Carlos Ghosn auf dem Messestand der Franzosen gesichtet worden.

Auch die Renault-Fabrik im britischen Enstone soll Richards bereits besucht haben.

Renault, das für 2010 bereits den Polen Robert Kubica als Fahrer verpflichtet hat, war nach der Unfall-Affäre von Singapur von der FIA nur auf Bewährung gesperrt worden, hatte dem Verband im Gegenzug aber zugesichert, in der Formel 1 zu bleiben.

Mit Motorenlieferungen und der Übergabe des Teams an Richards könnte dieses Versprechen aber auch erfüllt sein.

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