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Das Budget für die nächste Saison soll sich bei Mercedes auf 65 Millionen belaufen. © getty

Weihnachten steht vor der Tür, doch Daimler-Konzernchef Zetsche hat kein Präsent für Schumi-Fans. Die Entscheidung fällt 2010.

Abu Dhabi - Michael Schumacher bleibt im Gespräch, wird aber zumindest in diesem Jahr nicht mehr offiziell als zweiter Mercedes-Fahrer für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 vorgestellt. 50681(Bilder: Michael Schumachers Karriere)

Das behauptete jedenfalls Daimler-Konzernchef Dieter Zetsche im Rahmen eines PR-Termins in Abu Dhabi im Gespräch mit dem Internetportal "Motorsport-Total.com". "Wir haben mit Nico Rosberg bereits einen exzellenten Fahrer verpflichtet und werden Anfang des nächsten Jahres wissen, wer der zweite ist", sagte Zetsche.

Rosberg: Keine Unterordnung

Mit der Verpflichtung von Rosberg ist der Konzernchef absolut zufrieden. "Wir wollen die besten Fahrer in unserem Fahrzeug sehen. Und wenn nach so vielen Jahren, in denen wir keinen deutschen Fahrer hatten, Nico Rosberg für uns fährt, ist das eine tolle Sache", sagte Zetsche.

Der so Gelobte macht sich keine Gedanken darüber, dass eine Verpflichtung von Michael Schumacher ihm möglicherweise Probleme bereiten könnte. 149801(DIASHOW: Die Formel-1-Wechselbörse)

"Unterordnung? Nein. Aber ich respektiere Schumi sehr", sagte Rosberg der "Bild"-Zeitung: "Bei Mercedes gibt es keine Rangordnung. Es war immer gang und gäbe, dass es zwei ebenbürtige Fahrer gibt."

Wenn sich am Ende des Jahres herauskristallisiere, dass womöglich nur einer der beiden Fahrer ernsthaft um den Titel kämpfe, konzentriere sich das Team natürlich auf den: "Aber bis dahin ist die Mercedes-Philosophie: Wir haben zwei Nummer 1."

Fry bestätigt Gespräche

Derweil gehen die Spekulationen um die Rückkehr des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher munter weiter, sein Bruder Ralf will sich daran allerdings nicht beteiligen. "Ich habe mit diesem Thema nichts zu tun", sagte er dem Express: "Michael tut, was er will und kann - und das ist richtig so. Ich würde ihn gerne wieder in der Formel 1 sehen."

Damit steht er nicht alleine, immer mehr aktuelle und frühere Fahrer geben ihre Vorfreude auf ein mögliches Schumacher-Comeback zu. "Die Sichtweise der Formel 1 ist folgende: Alle hoffen, dass es passiert", sagte Nick Fry, der Geschäftsführer des Mercedes-Werksteams, im Gespräch mit der "BBC".

Zugleich bestätigte er gegenüber der Nachrichtenagentur "AP", dass Schumacher die erste Wahl des Rennstalls ist.

"Er wäre sehr gut für unser Team, aber wir hätten genug Alternativen, wenn Michael sich entscheiden würde, nicht zu fahren.", sagte Fry.

"Für unser Heimatland"

Unabhängig von einer möglichen Verpflichtung Schumachers ist Daimler-Chef Zetsche froh darüber, "dass wir jetzt mit einem Silberpfeil auch für unser Heimatland, für Deutschland fahren können. Da ist es sicherlich attraktiv, wenn zumindest ein deutscher Pilot am Steuer sitzt, auch wenn es keine Notwendigkeit ist."

Das Weltmeisterteam Brawn habe man übernommen, um "die Kontrolle zu haben über unser Motorsportengagement, was wir schon in der Vergangenheit angestrebt hatten. Jetzt ist das gelungen", sagte Zetsche.

Zudem habe man damit eine sowohl sportlich hervorragende Basis als auch eine finanziell sehr günstige Möglichkeit, für Mercedes im Motorsport sehr große Erfolge zu erzielen: "Das alles zusammen ist natürlich eine tolle Mischung."

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