Michael Schumacher ist zurück. Mit dem spektakulären Comeback des Rekord-Siegers krönt Mercedes GP seine erstaunliche Erneuerung.

Eines der spektakulärsten Comebacks der Sportgeschichte ist perfekt: Rekord-Weltmeister Michael Schumacher kehrt wenige Tage vor seinem 41. Geburtstag in die Königsklasse zurück

Das ist für sich genommen bereits eine Sensation.

Zu einem Kapitel für die Geschichtsbücher, nicht nur der Formel 1 sondern des Weltsports, wird die Rückkehr des erfolgreichsten Fahrers aller Zeiten durch die Tatsache, dass Schumacher ab dem 14. März 2010 den Boliden des deutschen Autobauers Mercedes über die Rennstrecken dieser Welt steuern wird.

"Schumi" im Silberpfeil, das ist - um im Daimler-Jargon vergangener Tage zu bleiben - tatsächlich eine Hochzeit im Himmel. Da ist schnell vergessen, dass die Basis dieses Rennwagens zunächst einmal englischer Machart ist.

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Dass Mercedes GP bei seiner erstaunlichen Runderneuerung - zunächst mit dem Kauf des Weltmeister-Teams Brawn GP, nun der Personalie Schumacher - alles richtig gemacht hat, sieht in Untertürkheim gewiss nicht jeder so. Man frage nach bei den Betriebsräten des kristengeplagten schwäbischen Konzerns.

Aus sportlicher Sicht aber ist an dem Leitmotiv von Motorsportchef Norbert Haug und seinem Team nicht zu rütteln: Nicht kleckern, sondern klotzen, lautete die Devise der Formel-1-Macher aus dem Hause Mercedes.

Schwächere Lösungen sind in diesen schweren Zeiten für die Marke mit dem Stern kaum vermittelbar. Die Alternative wäre nur der Ausstieg aus der Formel 1 gewesen.

Was Schumacher zu diesem - auch aus seiner Sicht - durchaus nicht risikolosen Comeback antreibt, darüber ist bereits vor seiner Vertragsunterschrift viel spekuliert worden und wird es in den kommenden Wochen wohl weiterhin.

Vermutlich gibt es auf die vielen Möglichkeiten und Fragen - Geld? Nein!, Langeweile? Wohl kaum! Ruhm und Ehre? Die setzt er sogar aufs Spiel - nur eine Antwort: Michael Schumacher ist ein Rennfahrer, für den der Zweikampf auf der Strecke Selbstzweck und Ur-Motivation ist - ein Racer, wie die PS-Branche solche Fahrer nennt. Er war es, er ist es, er wird es wohl für immer bleiben.

Ob er weiterhin der beste ist, das wird sich 2010 erweisen - in einer der spektakulärsten Saisons, die die Formel 1 je gesehen hat.

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