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Nick Heidfeld stieg 2000 bei Prost in die Formel 1 ein © getty

Hoffnung für Nick Heidfeld: Der Mönchengladbacher soll Testfahrer bei Mercedes GP werden. Norbert Haug bestätigt Gespräche.

München - Noch steht er auf der Straße, doch Nick Heidfeld sieht nach Wochen der Ungewissheit endlich einen Silberstreif am Horizont.

Der Mönchengladbacher soll Test- und Ersatzfahrer beim neuen Mercedes-Rennstall werden. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Heidfeld würde die deutsche Formel-1-Nationalmannschaftbei den Silberpfeilen um Rekord-Weltmeister Michael Schumacher und Nico Rosberg komplettieren.

Die Bekanntgabe soll laut Mercedes-Sportchef Norbert Haug innerhalb der nächsten zehn Tage erfolgen. "Die Gespräche laufen, noch ist aber nichts entschieden", sagte Haug am Freitag.

Perspektive in der DTM?

Sollte sich Heidfelds Hoffnung für die Formel 1 zerschlagen, gilt der 32-Jährige angeblich noch als aussichtsreicher Kandidat für ein Mercedes-Cockpit in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft DTM.

Heidfeld war 2009 für das BMW-Sauber-Team am Start und belegte in der Weltmeisterschaft mit 19 Punkten den 13. Platz. Als dritter Mann bei Mercedes könnte Heidfeld einspringen, falls Schumachers Körper doch noch Nachwirkungen der schweren Nackenverletzung von einem Motorradunfall aus dem Februar 2009 zeigt. 180745(DIASHOW: Teams und Fahrer 2010)

Erfahrung als Pluspunkt

Was für "Quick Nick" spricht: Der Mönchengladbacher blickt auf die Erfahrung von 168 Formel-1-Rennen zurück, allerdings wartet er bislang vergeblich auf seinen ersten Sieg.

Wegen der Nackenbeschwerden war im August Schumachers Comeback als Ersatz für den verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa geplatzt. Jetzt ist Schumacher allerdings überzeugt, dass diese Verletzung gut genug verheilt ist.

"Bin nicht naiv"

An die Marke mit dem Stern hat Heidfeld gute Erinnerungen. Bei den Stuttgartern ging er einst in die Lehre, als er im Junior-Team von Mercedes gefördert wurde. Nach dem Gewinn des Formel-3000-Titels 1999 schaffte er in der Saison 2000 bei Prost den Sprung in die Königklasse.

"Ich bin nicht naiv, wenn ich speziell nach den letzten Wochen sage, in der Formel 1 kann viel Unerwartetes passieren. Jetzt heißt es, nach vorne zu schauen und an der bestmöglichen langfristigen Option für meine Zukunft in der Formel 1 zu arbeiten", hatte Heidfeld auf die Frage nach seinen Aussichten gesagt.

Arbeitslosigkeit droht

Er werde weiter hart trainieren, "Gespräche mit entsprechenden Entscheidern führen und meine Chance mit aller Kraft herausfordern". Heidfeld hofft, "in den nächsten Wochen etwas Konkretes zu meinen Zukunftsplänen verkünden zu können".

Sollten Schumacher und Rosberg fit bleiben, wäre Heidfeld als Ersatzmann so gut wie arbeitslos, denn nach dem Saisonstart sind in der Formel 1 keine Testfahrten mehr erlaubt.

Eine Ausnahme gibt es nur für Fahrer, die nach dem zweiten Rennen einen ausfallenden Stammpiloten ersetzen müssen, selbst aber in den letzten beiden Jahren kein Rennen gefahren sind. Sie dürften einen Tag testen.

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