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Luca di Montezmolo arbeitet seit 1973 in verschiedenen Funktionen für Ferrari © imago

Michael Schumacher lässt Ferrari nach dessen Comeback bei Mercedes nicht los. Montezemolo will einen Champion an Bord holen.

Maranello - Glatteis auf der Strecke, Beleidigungen gegen Michael Schumacher und eine Liebeserklärung an Valentino Rossi: In Maranello dreht sich trotz Winterpause schon wieder alles um die Formel 1.

Dabei kommt der neue Ferrari F10 (197755Die Bilder) wetterbedingt zurzeit nicht in die Gänge. Auch am Freitag herrschte Glatteisgefahr auf der Hausstrecke in Fiorano. Deshalb musste die Jungfernfahrt von Felipe Massa im F10 auf Montag verschoben werden.

Tifosi nicht zimperlich

Der Brasilianer sollte eigentlich schon am Donnerstag nach der Präsentation des neuen roten Renners einige Runden fahren. Am Montag beginnen im spanischen Valencia die ersten offiziellen Testfahrten. WM-Auftakt ist am 14. März mit dem Grand Prix von Bahrain.

Die Tifosi gingen am Tag nach der Vorstellung des neuen Autos mit dem Ex-Angestellten Michael Schumacher nicht gerade zimperlich um.

"Die Ferrari-Präsentation erfolgt ganz im Zeichen des Made in Italy, eine Antwort auf die Provokation des Ex-Freundes Schumacher, jetzt Verräter an Bord eines Mercedes, der den Applaus und das Geld vergessen zu haben scheint, das er mit Ferrari verdient hat", kommentierte "La Repubblica".

"Der Anti-Schumi-Ferrari"

Andere Medien stellten ebenso bissig fest: "Jetzt kommt der Anti-Schumi-Ferrari", schrieb der "Corriere dello Sport". Bei der Vorstellung des F10 sei Schumacher als Phantom allgegenwärtig und bedrückend gewesen, hieß es weiter.

Die Tifosi fiebern dem Duell zwischen Ferrari und Mercedes entgegen, "das dem Fußballmatch Italien-Deutschland gleicht" 180745(DIASHOW: Teams und Fahrer 2010).

Werben um Rossi

Nach dem Ende der Ära Schumacher schlägt in Maranello das Herz der Ferrari-Fans für Valentino Rossi. Der Wechsel des neunmaligen Motorrad-Weltmeisters in die Formel 1 könnte 2011 Wirklichkeit werden. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo will für den Italiener, der bereits mehrfach einen roten Renner aus Maranello getestet hat, einen dritten Rennwagen einsetzen.

"Sollte Rossi 2011 Lust dazu haben, sollte er trainieren und sich an die Formel 1 anpassen wollen, sollte es für ihn die Möglichkeit eines dritten Ferrari geben. Wir würden ihn sofort nehmen, warum auch nicht?", sagte Montezemolo nach Angaben italienischer Medien am Freitag.

Valentino Rossi sei ein Freund, Meister und ein Formel-1-Fan, sagte Montezemolo weiter: "Er wäre wohl auch ein Meister für die Formel 1. Warum sollte er es nicht mit uns werden?"

Hoffen auf drittes Auto

Montezemolo hat bereits mit Teamchef Stefano Domenicali über die Möglichkeit gesprochen, dass jedes Team ein drittes Fahrzeug einsetzen kann, damit junge Piloten Erfahrungen sammeln können.

Das dritte Auto könnte aber auch für Stars wie Valentino Rossi oder Michael Schumacher infrage kommen, sagte der Ferrari-Präsident: "Ich bin überzeugt, dass Michael nicht zu Mercedes gegangen und bei Ferrari geblieben wäre, hätte es die Möglichkeit eines dritten Autos gegeben."

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