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Pedro de la Rosa (l.) hat in bislang 72 Formel-1-Rennen 29 Punkte eingefahren © getty

Der Schweizer Rennstall hat die Weiß-Blauen noch im Namen, aber der Lack ist ganz weiß. Das Verhältnis zu Heidfeld sei entspannt.

Valencia - Mit neuen Fahrern, aber noch dem alten Namen startet das Schweizer Sauber-Team in die neue Ära nach dem Ausstieg von BMW.

Während der Japaner Kamui Kobayashi und der Spanier Pedro de la Rosa am Sonntag in Valencia den Sauber C29 mit Ferrari-Motor als drittes neues Auto für die Formel-1-Saison 2010 nach Ferrari und McLaren enthüllten, trug der Rennstall die drei Buchstaben BMW nur noch im offiziellen Teamnamen.

"Aus regulatorischen Gründen", erklärte Peter Sauber, der sein Team im November nach vier Jahren von den Münchnern zurückgekauft hatte. Eine möglichen Namenänderung müssen in der nächsten Zeit erst alle anderen Teams zustimmen.

Neuanfang ohne Heidfeld

Schon verändert hat der 66 Jahre alte Schweizer, der die letzten vier Jahre ohne Verantwortung "eigentlich sehr schön" gefunden hatte, dagegen die Fahrerpaarung.

Nach dem Wechsel des Polen Robert Kubica zu Renault entschied sich Sauber auch gegen eine weitere Zusammenarbeit mit dem Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der in zwei Etappen insgesamt sieben Jahre für den Rennstall aus Hinwil gefahren war.

"Wir brauchten frischen Wind für das Team. Ich wollte einen Neuanfang", begründete Sauber die Entscheidung: "Ich habe aber immer noch ein gutes Verhältnis zu Nick."

Geld fehlt wegen geplatzten Deals

Heidfeld hatte lange auf den zweiten Platz im neuen Mercedes-Silberpfeil gehofft, den ihm dann aber Rückkehrer Michael Schumacher wegschnappte. Jetzt ist der Gladbacher dort zumindest als Test- und Ersatzfahrer im Gespräch. 180745(DIASHOW: Teams und Fahrer 2010)

Eigentlich sollte das BMW-Sauber-Team nach dem im Sommer angekündigten Ausstieg der Münchner an die in der Schweiz ansässige Stiftung Qadbak verkauft werden.

Als dieser Deal nach vielen Wochen im Schwebezustand platzte, sprang Sauber selbst ein, um sein Lebenswerk zu retten. Als Konsequenz daraus fehlen dem Team aber noch potente Geldgeber.

Entscheidung für Erfahrung

"Die Zeit war zu kurz, um neue Sponsoren zu finden. Wir müssen natürlich noch neue Sponsoren suchen, nicht nur für 2010, sondern auch für 2011 und darüber hinaus", erklärte Sauber: "Die Saison 2010 ist aber finanziell gesichert."

Auch wenn, wie Sauber betont, der langjährige McLaren-Testfahrer de la Rosa kein Sponsorengeld mitgebracht hat.

Für den 38-Jährigen hatte sich Sauber entschieden, weil er viel Erfahrung aus einem Top-Team mitbringt. "Ich habe ein gutes Gefühl auch bezüglich seines Tempos", sagte der Schweizer, der de la Rosa "vielen guten Fahrern" wie Heidfeld, Timo Glock (Wersau) oder Heikki Kovalainen (Finnland) vorgezogen hatte. (De la Rosa startet im BMW Sauber)

"Das beste Niveau aller Zeiten"

"Ich bin stolz, wieder dabei zu sein", sagte de la Rosa: "Und ich bin vor allem stolz darauf, gegen vier Weltmeister fahren zu dürfen. Das ist das beste Niveau aller Zeiten."

Die vier Weltmeister sind sein Landsmann Fernando Alonso (2005 und 2006), der jetzt bei Ferrari fährt, die beiden Briten Lewis Hamilton (2008) und Jenson Button (2009) bei McLaren und natürlich der siebenmalige Champion Schumacher.

Auf den freut sich auch Kobayashi. "Es ist aufregend, gegen ihn anzutreten. Als ich angefangen habe, war er Weltmeister und ein Superstar", sagte der 23 Jahre alte Japaner, der zuletzt Ersatzfahrer bei Toyota war.

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