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Hat seine Berufung nach eigener Aussage bei Ferrari gefunden: Fernando Alonso © getty

Ferrari geht als souveräner WM-Leader ins dritte Rennen. Alonso und Massa jubeln schon, wollen aber auf keinen Fall nachlassen.

Von Julian Meißner

München - Nach dem Katastrophen-Jahr 2009 ist die Scuderia Ferrari zu Beginn der neuen Saison endlich wieder dort angekommen, wo man dem Selbstverständnis nach hingehört: ganz oben.

Doppelsieg in Bahrain, die Plätze drei und vier in Australien - vor dem dritten Lauf in Malaysia (Quali, Sa., ab 9.45 Uhr LIVE) führen Star-Neuzugang Fernando Alonso (37) und Felipe Massa (33) die WM-Wertung souverän an.

"Wir hatten einen unglaublichen Saisonstart", sagt Alonso, der schon bei seiner Vorstellung in Maranello wie ein Heilsbringer gefeiert worden war.

"Ich hätte definitiv nicht gedacht, dass ich nach zwei Rennen an der Spitze der Gesamtwertung stehen würde. Die Situation ist wesentlich besser, als ich erwartet hätte", so der Spanier, der gleich bei seinem Einstand für die Roten triumphierte.

Massa schielt auf den Titel

Und auch Massa, der nach seinem Horror-Unfall von Ungarn tatsächlich wieder voll genesen ist, zeigt sich äußerst zufrieden.

"Ich hatte noch nie so einen guten Saisonbeginn wie diesmal in den ersten beiden Rennen", sagt der Brasilianer sogar: "Ich hoffe, dass ich da weitermachen kann."

Nach dem Vize-Championat vor zwei Jahren äugt der 28-Jährige, dessen Vertrag bei der Scuderia nach der Saison ausläuft, 2010 natürlich wie Alonso auf den Titel - und baut dabei auf die Hamster-Taktik: "Jeder Punkt, den ich jetzt hole, kann am Ende sehr wichtig sein."

Gelassen in den Kampf

Ein nicht zu unterschätzender Faktor: Während die Konkurrenz mit mehr oder minder großen Problemen zu kämpfen hat, können Alonso und Massa relativ gelassen an die nächsten Aufgaben gehen, neues Punktesystem hin oder her.

"Sehr konstant", findet Alonso zudem seinen neuen Dienstwagen F10: "Das Handling verändert sich zwischen Qualifying und Rennen nicht dramatisch. Das könnte sich im weiteren Jahresverlauf noch als wichtigen Faktor herausstellen."

Sepang als Gradmesser

Die Saison mit 19 Rennen stellt für die Fahrer ein echtes Mammutpensum dar. Alonso sagt mit Blick auf das Rennen in Kuala Lumpur: "Entspannen können wir uns noch lange nicht. Unser Ziel ist allerdings recht einfach: Wir wollen an unsere Leistung aus den beiden Auftaktrennen anknüpfen."

Die Konkurrenz würde es sicher nicht gerne sehen, sollte sich die Rangliste auch nach der Hitzeschlacht von Sepang mit dem roten Duo an der Spitze präsentieren.

Das Rennen in Südostasien gilt aufgrund der Streckeneigenschaften und der schwierigen äußeren Bedingungen als Referenz-Kurs - für Mensch und Maschine.

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