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Michael Schumacher ist in der WM mit 10 Punkten Neunter © imago

Michael Schumacher dämpft trotz neuer Teile an seinem Mercedes die Erwartungen vor dem Europa-Start. Rosberg will vorne bleiben.

Von Marc Ellerich

München - Michael Schumachers holprige Rückkehr in die Formel 1 war aus deutscher Sicht das beherrschende Thema der vergangenen Wochen.

Nun ist der Asien-Auftakt Geschichte, und die PS-Liga kehrt nach Europa zurück. Der Druck auf Schumacher und sein Team ist groß. Beim Spanien-Grand-Prix am zweiten Mai-Wochenende in Barcelona soll Schumi endlich eine bessere Figur abgeben als in den ersten vier Grands Prix. (229973DIASHOW: Rosberg glänzt im ersten Viertel)

Um dem Superstar endlich ein Erfolgserlebnis zu ermöglichen setzt Mercedes GP alle Hebel in Bewegung. Denn als größter Fehlerfaktor wurde der MGP-W01-Renner ausgemacht, dessen Fahrverhalten nicht zum Schumacher-Stil passt.

Renovierter Mercedes

In Barcelona bekommen der Rekord-Weltmeister und sein beeindruckend starker Kollege Nico Rosberg einen generalüberholten Boliden hingestellt.

"Neben einem größeren Aerodynamik-Paket sowie Veränderungen an der Verkleidung haben wir den Radstand modifiziert", fasste Teamchef Ross Brawn die Renovierungsarbeiten am Silberpfeil zusammen. "Dadurch verbessern sich Handling und Gewichtsverteilung", hofft er.

Das Ziel der Runderneuerung des Silberpfeils liegt für Motorsportchef Norbert Haug glasklar auf der Hand: "Ganz an die Spitze des Feldes zu kommen."

Schumi: "Werden sehen"

An Schumachers Adresse gerichtet, sagte Haug: "Michael hatte in den ersten vier Rennen - meist ohne sein Verschulden - einen weniger guten Lauf. Ich bin überzeugt, dass sich das alsbald ändern wird." (HINTERGRUND: Brawns Plan für die Aufholjagd)

Schumacher selbst ist da weniger forsch. "Alle treten in Barcelona mit überarbeiteten Autos an, natürlich auch wir", stellte er ganz allgemein fest: "Wir werden dort sehen, wie sich unsere Entwicklungsarbeit im Vergleich zu den anderen Teams auswirkt."

Sein Silber-Team habe "das Auto insgesamt verbessert und dabei besonders den Abtrieb und die Leistungsfähigkeit verbessert", berichtete der 41-Jährige.

Großangriff nicht realistisch

Doch dass das große Update auch gleich zum Großangriff auf die Spitze reichen wird, bezweifelt der WM-Neunte offenbar. "Wir haben ein großes Potenzial", stellte Schumi diplomatisch fest, dennoch: "Wir werden in Barcelona einen größeren Schritt machen, als das in den Übersee-Rennen möglich war. Doch es wäre nicht realistisch, uns gleich im Kampf um die Spitze zu erwarten."

Sein 17 Jahre jüngerer Teamkollege Nico Rosberg sieht das als Zweiter der Fahrer-WM naturgemäß ganz anders. "Ich will meinen guten Lauf mit zuletzt zwei dritten Plätzen fortsetzen", kündigte er selbstbewusst an: "Ich freue mich auf die deutlichen Verbesserungen an unserem Auto."

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