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Lewis Hamiltons beste Platzierung 2010 war bislang Rang zwei in Schanghai © getty

Kein Team ist in Monaco so erfolgreich wie McLaren. Whitmarsh baut auf die Serie, das Rätsel um Hamiltons Unfall ist gelöst.

Von Julian Meißner

München - Trotz der Überlegenheit des Red-Bull-Teams in Barcelona geht Team-WM-Spitzenreiter McLaren mit seinen beiden Weltmeistern Lewis Hamilton und Jenson Button voller Selbstbewusstsein in den Großen Preis von Monaco.

"Die Performance unserer Fahrer war angesichts des unglaublichen Speeds der Red Bull bislang ziemlich gut, weshalb ich uns echte Chancen ausrechne", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh einen Tag vor dem Freien Training zum fünften Saisonrennen im Fürstentum (Do., 10 Uhr live im TICKER und im TV auf SPORT1).

Gute Erfahrungen haben beide britischen Piloten beim prestigeträchtigen Rennen am Mittelmeer gemacht: Button siegte vergangenes Jahr im Brawn GP, Hamilton gewann im Jahr davor für McLaren.

Whitmarsh setzt auf den Youngster: "Lewis hat großes Selbstvertrauen. Ich habe ihn in Monaco schon in der Formel 3, der GP2 und der Formel 1 gesehen und er hat in allen drei Kategorien gewonnen. Niemand zweifelt an seiner Motivation, an diesem Wochenende ein gutes Ergebnis einzufahren."

Unfallursache Felgenschaden

Der bittere Ausfall in der vorletzten Runde des Spanien-GP am vergangenen Wochenende dürfte diese Motivation noch einmal verstärken. Immerhin hat man inzwischen die Ursache für den Defekt an Hamiltons MP4-25 gefunden.

"Alles spricht dafür, dass die Felge kaputt gegangen ist, wodurch der Reifen an Luft verlor", erklärte Whitmarsh zu dem Abflug in der Renault-Kurve, dem ein Schaden an Hamiltons linkem Vorderreifen vorausgegangen war. Die genaue Ursache des Felgenschadens werde noch untersucht, so Whitmarsh.

Vorentscheidung in der Quali

Entscheidend wird auf dem Stadtkurs von Monaco, auf dem es kaum Überholmöglichkeiten gibt, wie immer die Qualifikation sein - die Paradedisziplin der Red Bull. In allen fünf Saisonrennen stand einer der blau-roten Boliden auf Position eins.

"Monaco ist ein einzigartiger Kurs", wiegelt Whitmarsh ab: "Red Bull hatte im Qualifying von Spanien vielleicht einen beeindruckenden Speed, aber im Rennen sind wir etwas näher herangekommen. Außerdem haben wir zwei super Fahrer, und McLaren hat in Monaco 16-mal gewonnen - viel mehr als jedes andere Team."

Die Statistik spricht tatsächlich für die Briten, Ferrari hat als zweitbestes Team in der monegassischen Formel-1-Historie gerade einmal acht Siege auf dem Konto.

Zweiteilung von Q1 gescheitert

Angesichts des großen Rückstands der Neulinge fürchten die Top-Teams im Leitplanken-Dschungel an der Cote d'Azur zusätzliche rollende Schikanen.

Sogar eine Aufsplittung des ersten Qualifying-Segments in zwei Gruppen wurde unter den Teamchefs diskutiert, von Lotus-Boss Tony Fernandes jedoch letztendlich blockiert.

So erwartet die Fahrer, unter denen die sechs Piloten von Virgin, Lotus und Hispania in hoffnungslos unterlegen Boliden sitzen, ein wilder Ritt (Fatalist Glock: "Es wird eine Katastrophe".

Hinzu kommt, dass mit Regen zu rechnen ist: Die Vorhersage kündigt Schauer zumindest bis Samstag an, am Rennsonntag soll es nach jetzigem Stand trocken bleiben. Whitmarsh: "Wir werden versuchen, unseren 16 Sieg zu holen, ob es nun nass wird, trocken bleibt oder eine Kombination aus beidem gibt."

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