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Robert Kubica gewann 2008 mit BMW-Sauber in Montreal seinen bislang einzigen GP © getty

Das Überraschungsteam Renault rechnet sich auf dem ungewöhnlichen Kurs von Monaco einiges aus. Kubica ist äußerst optimistisch.

Von Julian Meißner

München - Fünf Rennen, vier Sieger: An der Spitze geht es eng zu in der Formel-1-Saison 2010.

Red Bull hat das schnellste Auto, McLaren führt die Team-WM an, auch die Scuderia Ferrari ist ganz vorn dabei. Erst dahinter klafft eine Lücke, die Mercedes GP händeringend zu schließen versucht.

Hinter den vier absoluten Top-Mannschaften wiederum kristallisiert sich Renault immer mehr als das Überraschungsteam der Saison heraus.

Die Franzosen, für die Robert Kubica schon mit dem sensationellen zweiten Platz in Australien glänzte, gehen gerade auf dem Ausnahmekurs von Monaco (Rennen, So., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) das Tempo der Spitze mit.

Mehr sogar: In Sachen Höchstgeschwindigkeit lag die "Equipe jaune" im Training am Donnerstag mit 286 Stundenkilometern ganz vorn.

Anerkennung von Schumacher

"Wenn ich Renault anschaue, sind sie verdammt flott", sagte Michael Schumacher anerkennend über die Jäger der Silberpfeile.

"Alles kann passieren, gerade hier in Monaco", meinte Kubica nach Platz sechs beim Aufgalopp zum sechsten Saisonrennen: "Für mich lief es in beiden Trainings ziemlich gut."

Straßenkurse liegen ihm, sagt der Pole, der wie alle das Qualifying in Monaco als entscheidend ausgemacht hat: "Hier müssen wir das richtige Auto im richtigen Moment haben."

Auf dem Zettel der Experten

Und da bestätigte Kubica die Eindrücke vom Donnerstag, stellte seinen knallgelben Boliden auf den zweiten Startplatz (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

"In Monte Carlo ist der verdammt schnelle Renault für mich der Podiums-Geheimtipp", schrieb Formel-1-Experte und "Sky"-Kommentator Jacques Schulz schon in seinem SPORT1-Power-Ranking zum Spanien-Grand-Prix.

Übersteuernder R30

Kubica, an dessen fahrerischen Fähigkeiten spätestens seit der Zeit bei BMW-Sauber kein Zweifel mehr besteht, war nach eigener Aussage froh, dass man den Freitag in aller Ruhe für die Feinabstimmung des R30 nutzen konnte.

"Das Auto funktioniert sehr gut, ist aber noch nicht 100 Prozent so, wie wir ihn haben wollen. Wir müssen die Tendez zum Übersteuern abstellen", erklärte der Leitende Renningenieur Alan Permane.

Petrow nur die Nummer zwei

Kubicas Teamkollege, der russische Neuling Witali Petrow, äußerte sich noch sehr respektvoll über den Kult-Kurs von Monte Carlo: "Die Strecke ist wirklich anspruchsvoll, denn du musst die ganze Zeit am Limit fahren, dabei immer die Leitplanken im Auge behalten und fehlerlos bleiben."

Prompt setzte Petrow seinen Renault im Qualifying in die Leitplanken.

Auch wenn der 25-Jährige aus Wyborg in seinem ersten Formel-1-Jahr bislang durchaus überzeugt - die großen Hoffnungen der Gelben für das Rennwochenende liegen auf Straßenkurs-Fan Kubica.

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