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Jenson Button liegt in der WM mit 70 Punkten auf Platz vier © getty

McLaren macht Red Bull beim Training zum Türkei-Grand-Prix das Leben schwer. Jenson Button fährt knapp die Bestzeit vor Webber.

München/Istanbul - Beim sechsten Grand Prix der Saison in der Türkei (Qualifying, Sa. ab 12.45 Uhr Uhr live im TICKER) bahnt sich ein hartes, enges Duell zwischen dem englischen Weltmeister-Team McLaren und dem Red-Bull-Rennstall des in der WM führenden Duos Mark Webber und Sebastian Vettel an (242551DIASHOW: Bilder des Trainings).

Weltmeister Jenson Button fuhr im Freitagstraining auf dem Otodrom nahe der türkischen Metropole in 1:28,280 Minuten die Bestzeit. Die erste Session am Vormittag hatte bereits sein Teamkollege Lewis Hamilton dominiert, der in der Endabrechnung schließlich Vierter wurde (1:28,653 Minuten). (SERVICE: Trainingsergebnis)

Button, der sich nach anderthalb Jahren von seiner Freundin, dem japanisch-argentinischen Unterwäschemodel Jessica Michibata getrennt hat, lag jedoch nur 98 Tausendstelsekunden vor dem australischen WM-Spitzenreiter Mark Webber, der die letzten beiden Rennen in Barcelona und Monte Carlo gewonnen hatte.

Webbers Teamkollege Sebastian Vettel, der nach den ersten sechs Rennen ebenfalls 78 Punkte auf dem Konto hat, war Drittschnellster. Der 22-Jährige fährt in Istanbul mit neuem Chassis, das er auf den Namen "Randy Mandy" ("Scharfe Mandy") getauft hat.

"Nicht mehr zufrieden"

"In den vergangenen beiden Rennen hat mir im Vergleich zu Mark der Speed gefehlt. Gerade beim Monaco-Rennen war das fast schon zu eindeutig", sagte Vettel in Istanbul. Nach dem Grand Prix in Monte Carlo habe man dann beschlossen, das Chassis zu wechseln: "Ich war eben nicht mehr zufrieden damit. Wir haben uns schlichtweg gesagt: Wir müssen etwas verändern."

Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso stellte seinen Ferrari als Fünfter ab. Teamkollege Felipe Massa (Brasilien) kam nicht über Position zehn hinaus. Der italienische Traditionsrennstall fährt am Sonntag den 800. Grand Prix.

Schumacher Siebter

Rekord-Weltmeister Michael Schumacher hatte nach dem Training nur wenig Grund zur Freude. Schumacher hatte noch vor dem Training seine Hoffnung geäußert, den Rückstand auf Red Bull zu verkürzen.

Vettels Arbeitgeber fahre zwar in einer eigenen Welt, sagte Schumacher, doch dahinter würden Ferrari, McLaren, Renault und auch Mercedes eng beisammen liegen: "Ich hoffe, dass uns die neuesten Entwicklungen in eine bessere Position innerhalb dieser Gruppe bringen."

Doch trotz der vielen guten Vorsätze reichte es für Schumacher im stark modifizierten Mercedes zunächst nur zu Platz sieben (1:28,974 Minuten), direkt hinter seinem jungen Teamkollegen Nico Rosberg (1:28,914 Minuten).

Schumacher war 0,7 Sekunden langsamer als Weltmeister Jenson Button.

Haug: "Schwieriger Tag"

Es glänzten in Istanbul am Freitag also die falschen Silberpfeile. "Das war ein schwieriger erster Tag für uns", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der aber auch positive Ansätze sah: "Wir haben viel gelernt, und unsere Pace im Renntrimm auf den weicheren Reifen sah am Ende ganz passabel aus."

Die Platzierungen der übrigen Deutschen: Adrian Sutil fuhr im Force-India-Mercedes auf Platz elf, in der ersten Trainingssession hatte er nach einem Fahrfehler in Kurve acht die Front seines Boliden ordentlich beschädigt.

Nico Hülkenberg wurde im Williams-Cosworth Zwölfter. Deutsches Schlusslicht bei sommerlichen Temperaturen von 32 Grad Celsius und strahlend blauem Himmel war am Freitag Timo Glock im Virgin auf dem 22. Rang.

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