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Christian Horner gibt die Saison noch nicht verloren
Christian Horner ist seit 2005 Teamchef bei Red Bull Racing © getty

Angesichts des Fahrerstreits bei Red Bull gerät die Teamleitung immer stärker in die Kritik. Stuck fordert eine Personalrochade.

München - Angesichts des Fahrer-Streits bei Red Bull zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber gerät die Teamleitung des österreichischen Rennstalls immer stärker in die Kritik.

"Was sich das Teammanagement in Silverstone geleistet hat, war schlichtweg ein Skandal", schrieb Ex-Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck in der seiner "tz"-Kolumne.

Red Bull hatte am Qualifikationssamstag den letzten verbliebenen neuen Frontflügel von Webbers Auto an Vettels Boliden montiert und den Australier so vor den Kopf gestoßen.

Stuck sieht die Strippenzieher des Red-Bull-Konzerns im Hintergrund als die Schuldigen in der Fehde an, die der Flügelwechsel zur Folge hatte.

Scharfe Kritik an Marko

"Ich rede hier von Motorsportchef Dr. Helmut Marko, nicht von Teamchef Christian Horner. Der ist nur eine Marionette, die Fäden für Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz zieht einzig und allein Marko", so Stuck: "Und der hat sich mit seiner Entscheidung, Webber den neuen Flügel wegzunehmen und an Vettels Auto zu schrauben, endgültig für die Rente qualifiziert."

Schon Markos Schuldzuweisung nach dem Crash in der Türkei in Richtung Webber sei "lächerlich" gewesen.

Stuck bringt Tost ins Spiel

Für Stuck hat allerdings Horner seinen Kredit ebenfalls verspielt, und einen Ersatzmann hat der 74-malige GP-Starter auch schon auf dem Zettel. Stucks Forderung: "Mateschitz muss jetzt reagieren und einen neuen starken Mann bei Red Bull postieren."

Toro-Rosso-Boss Franz Tost sei hierfür genau der richtige Kandidat. Stuck: "Tost ist in jeder Hinsicht einer der besten Manager in der Formel 1. Ihn muss man jetzt zu Red Bull schieben. Denn es ist fünf vor zwölf."

Aussprache mit Webber

Horner hat unterdessen angekündigt, das Geschehen noch einmal gemeinsam mit Webber zu analysieren.

"Mark und ich werden uns hinsetzen und die Ereignisse des vergangenen Wochenendes in Ruhe und abseits der Rennstrecke besprechen", so der Brite: "Ich möchte mit ihm über seine Kommentare nach dem Rennen sprechen."

"Gewisse Spannungen"

Webber hatte nach dem Rennen verkündet, er hätte seinen Vertrag niemals verlängert, wenn er geahnt hätte, wie sich die Dinge entwickeln würden.

Horner hat erkannt, dass es "offensichtlich gewisse Spannungen zwischen den Fahrern gibt, die der Wettbewerb ganz einfach mit sich bringt".

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