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Mark Webber führt die WM-Wertung nach zwölf Grands Prix mit 161 Zählern an © imago

WM-Leader Mark Webber lässt sich von der Schwäche des Red Bull in Spa nicht aus der Ruhe bringen. Er spricht vom Karriereende.

Von Marc Ellerich

München - Experten sagen dem Red-Bull-Rennstall ein schwieriges Rennwochenende beim Belgien-Grand-Prix (Freies Training, Fr., 10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) voraus.

Der spektakuläre Power-Kurs gilt allenthalben trotz seiner schnellen Kurven nicht als Strecke, die dem österreichischen Rennstall wirklich liegt.

Hintergrund: Auf den langen Geraden des Ardennen-Rennens fehlt dem Renault-Motor im Heck des RB6 schlichtweg die Leistung der Aggregate von Ferrari und McLaren (Mercedes).

"Ich liebe Spa"

WM-Leader Mark Webber und seinen deutschen Teamkollegen Sebastian Vettel kümmert die Skepsis der Experten wenig. Beide gehen zuversichtlich in den 13. Grand Prix der Saison, der die entscheidende Phase der WM einläutet.

"Ich liebe Spa. Das Rennen hat einige der besten Kurven in der Formel 1. Sie sind lang, schnell und passen zu unserem Auto", sagte Vettel: "Wir waren dort im letzten Jahr im Rennen sehr konkurrenzfähig. Im Qualifying haben wir aber etwas verloren." 270438(DIASHOW: Vettels schwarze Serie)

Vettel optimistisch

Womit der junge Deutsche, der in der WM zehn Punkte hinter seinem Teamkollegen Webber auf Platz drei liegt, doch bei den Defiziten seines nachtblauen Renners angekommen ist.

"Unser Schwachpunkt werden die langen Geraden und die Bergauf-Abschnitte sein. Wir wissen, dass das nicht leicht für uns werden wird", räumte der Drittplatzierte von Spa 2009 ein. Um sofort den Satz nachzuschieben, der jede Zweifel im Keim ersticken soll: "Ich bin optimistisch für das Rennen."

Webber: Auto sehr stark

Ähnliches ist auch aus Webbers Mund zu vernehmen. Der Australier, der den McLaren-Rivalen Lewis Hamilton nach dessen Ausfall beim Ungarn-Rennen vor der Sommerpause von der Spitze des WM-Tableaus verdrängte, strotzt ohnehin vor Selbstvertrauen.

"Das Auto ist sehr, sehr stark auf den meisten Strecken gewesen. Wir nehmen es mit jedem auf, egal wo", verkündete der Australier nach dem Grand Prix auf dem Hungaroring auf der firmeneigenen Homepage.

"Ein bisschen besorgt"

Und vor dem Großen Preis von Belgien hört sich der Pilot aus Queanbeyan nicht viel anders an. "Ich erwarte, dass wir dort gut abschneiden. Ob so gut wie in Ungarn wird man sehen", sagte der Budapest-Sieger. (Webber siegt in Ungarn)

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Allein die fehlenden PS bei der Geradeaus-Fahrt sind dem Australier vor den letzten sieben Grand Prix der Saison ein Ärgernis. "In Singapur sollte alles gut sein, Suzuka, Brasilien und Abu Dhabi. Wir sind lediglich ein bisschen besorgt, wie es auf den langen Geraden auf den anderen Kursen und vielleicht Monza läuft", räumte er vor der Sommerpause der Formel 1 ein.

Webber will den Titel

Was Webber, der 2010 auf den Referenz-Kursen in Monte Carlo und Silverstone siegte, allerdings zuversichtlich stimmt: "Ich glaube, wir haben in diesem Jahr bewiesen, dass das Auto auf allen Strecken läuft."

Dass er in der laufenden Saison allerdings noch mehr will, hatte Webber, der am Qualifying-Samstag in Spa seinen 34. Geburtstag feiert, ebenfalls schon vor der Sommer-Unterbrechung zugegeben.

"Es wäre schön, in Spa und in Suzuka und einigen anderen Rennen zu gewinnen. Und dann hoffentlich etwas Besonderes zu erleben", verschlüsselte er seinen Titeltraum nur dürftig.

Rücktritt 2012?

Und sollte er tatsächlich Weltmeister werden, denkt der schnelle Pilot aus Down Under offenbar sogar an Rücktritt. "Ich kann nicht garantieren, dass ich 2012 noch am selben Ort sein werde", sagte der Red-Bull-Fahrer dem brasilianischen Wochenmagazin "Esporte Espectacular".

Es gebe mehr im Leben als die Formel 1. Vielleicht wolle er Mentor junger Menschen werden. Zunächst aber wolle er Weltmeister werden. "Ich weiß, dass das das Leben eines Menschen verändert, und ich will erleben, wie sich das anfühlt."

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