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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Fernando Alonso (r.) wurde mit Renault 2005 und 2006 Weltmeister © getty

Ferrari muss vor dem Heim-GP in Monza einen Rückschlag fürchten. Der Weltverband urteilt über den Teamorder-Skandal.

München - Unmittelbar vor dem Heimspiel in Monza (Training, Freitag 10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) droht der Scuderia Ferrari ein Rückschlag auf sportjuristischer Ebene.

Nach dem Stallorder-Skandal von Hockenheim entscheidet der FIA-Weltrat am Mittwoch in Paris darüber, ob das Team und seine Fahrer noch härter bestraft werden.

Im Zuge des Rennens im Juli war zunächst nur eine Geldstrafe von 100.000 Dollar verhängt worden, nachdem Felipe Massa Fernando Alonso auf Anweisung aus der Box hatte passieren lassen.

Teamorder ist in der Formel 1 seit 2002 verboten. Nach dem Vorfall war es zu intensiven Diskussion über Sinn und Durchführbarkeit dieser Regel gekommen, weshalb das Urteil auch Präzedenzcharakter haben dürfte.

Schweigen bei der Scuderia

Die Scuderia will sich vor dem richtungsweisenden Termin, der für Alonso auch das vorzeitige Aus im WM-Kampf bedeuten könnte, nicht auf Spekulationen über die Schärfe des Strafmaßes einlassen.

"Wir geben keinen Kommentar ab", sagte ein Ferrari-Sprecher der Nachrichtenagentur "dpa".

Strafmaß völlig offen

Möglich erscheint eine Bestätigung des zunächst gefällten Urteils, eine Erhöhung der Geldbuße, aber auch die Aberkennung des Doppelsieges beim Deutschland-Grand-Prix oder gar eine Sperre für ein oder mehrere Rennen.

Mit einer Entscheidung ist nicht vor dem späten Nachmittag zu rechnen.

Fahrer nicht vor Ort

Vertreten wird Ferrari am FIA-Sitz am Place de la Concorde von Teamchef Stefano Domenicali.

Die beiden Fahrer werden nicht anwesend sein, können bei Bedarf jedoch per Telefon oder Video zugeschaltet werden.

Monza weist den Weg

Laut Domenicali geht es für Ferrari so oder so beim Großen Preis von Italien am kommenden Wochenende um alles oder nichts.

[kaltura id="0_jwnb3gsk" class="full_size" title="Eine Runde in Monza"]

"Sollte Monza für uns wirklich schlecht laufen und sich der Vorsprung von Red Bull entscheidend vergrößern, werden wir am Montag Personal und Ressourcen für das Projekt des Autos für die neue Saison einsetzen", sagte der Italiener dem "Corriere dello Sport".

"Alonso wie Schumacher"

Domenicali zeigte sich aber unabhängig vom Ausgang der laufenden Saison davon überzeugt, dass Alonso ähnlich erfolgreich wird wie der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher.

"Alonso erinnert mich sehr an Schumacher. Er hat sich bei uns mit demselben Auftreten vorgestellt. Seitdem ich bei Ferrari bin, habe ich noch keinen Piloten gesehen, der in Maranello so stark präsent ist und mit derselben Überzeugung alle unsere Aktivitäten verfolgt", so Domenicali.

Hamilton in Front

Ex-Weltmeister Alonso belegt in der WM-Wertung nach 13 von 19 Saisonläufen mit 141 Punkten den fünften Platz.

Es führt der Brite Lewis Hamilton (182) im McLaren-Mercedes vor den Red-Bull-Piloten Mark Webber (179) und Sebastian Vettel (151).

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