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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Fernando Alonso (l.) und Felipe Massa sind seit dieser Saison Teamkollegen © getty

Laut einem Medienbericht ist Fernando Alonso bei Ferrari noch nicht die Nr. 1. Auch bei McLaren gibt es noch keine Reihenfolge.

Von Marc Ellerich

München - Wer hat die Führungsrolle bei Ferrari inne? Monza-Sieger Fernando Alonsoangeblich nicht. Das behauptete Teamchef Stefano Domenicali laut einem brasilianischen Medienbericht, den "ESPN.com" zitiert, allerdings ohne die Quelle zu nennen.

Demnach soll der Italiener gesagt haben: "Wir haben unsere Position seit Saisonbeginn nicht geändert, aber vielleicht haben das andere getan."

Laut Domenicali würden Alonso und sein Kollege Felipe Massa bei Ferrari gleich behandelt. "Für uns ist die Überlegung immer, dass jeder sein Bestes fürs Team leistet."

Stallorder in Hockenheim

Eine Gleichbehandlung der beiden Piloten darf allerdings spätestens seit dem Deutschland-Grand-Prix in Hockenheim bezweifelt werden.

Dort lotste das italienische Team den Spanier per Stallorder am führenden Massa vorbei zu Sieg und wurde später dafür bestraft.

Nach dem Italien-GP am vergangenen Wochenende in Monza sagte Massa, er "er werde weiter um Siege kämpfen und für das wohl des Teams".

In der WM liegt Alonso vor dem 15. Grand Prix in Singapur mit 166 Punkten auf dem dritten Platz, Massa ist 42 Zähler dahinter Sechster. (DATENCENTER: Der WM-Stand)

"Auf die richtige Art und Weise"

Das Thema Teamhierarchie beschäftigt unterdessen auch den englischen Konkurrenten McLaren. Auch über das Weltmeister-Team wurde bereits gemunkelt, Lewis Hamilton habe die Vorfahrt gegenüber dem aktuellen Champion, Jenson Button, erhalten.

Dem widersprach Teamchef Martin Whitmarsh. "Wir wollen dieses Jahr Weltmeister werden - und zwar auf die richtige Art und Weise."

Button sei aus verschiedenen Gründen vom Brawn-Team zu McLaren gekommen, "aber einer der Gründe war sicher, dass er hier eine faire Chance hat. Wenn wir die Dinge anders handhaben würden, als wir das tun, wäre er wohl nicht gekommen."

Kein Freifahrtschein

Im relativ glimpflichen Stallorder-Urteil gegen die Scuderia Ferrari - der Rennstall wurde zu einer Strafzahlung von 100.000 Dollar verdonnert - sieht der britische Ingenieur keinen Freifahrtschein für sein Team.

"Das wäre eine sehr riskante Interpretation. Wir sollten davon ausgehen, dass man mit viel mehr als 100.000 Dollar bestraft wird, wenn man gegen die Regeln verstößt", so Whitmarsh.

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