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Kimi Räikkönen fährt aktuell als Rallye-Pilot für Citroen © getty

Renault-Teamvorstand Lopez äußert sich despektierlich über den "Iceman", der gerne bei seinem Rennstall anheuern würde.

Von Martin Hoffmann

München - Der finnische Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen hat bei Renault für ein Formel-1-Comeback vorgefühlt - auf offene Arme scheint er aber eher nicht zu stoßen.

Teamvorstand Gerard Lopez äußert sich bei "Autosport" recht despektierlich über den Champion von 2007.

"Es gibt da einen gewissen Rallye-Fahrer, der nicht mehr an der Formel 1 interessiert war - und jetzt zurück will und vorgefühlt hat, lustigerweise bei uns", wird der Luxemburger zitiert.

Es sei generell witzig, dass "jetzt, wo die Dinge gut bei uns laufen, die Leute denken, wir würden unsere Fahrer austauschen".

Wackelkandidat Petrow

Lopez wollte sich aber weder auf eine Zusage noch eine Abfuhr für den "Iceman" festlegen lassen: "Wir sind noch nicht soweit."

Der Renault-Boss machte klar, dass die Fahrerwahl für 2011 auch stark von finanziellen Faktoren abhänge: "Das ist sehr wichtig." Es gehe darum, das Team finanziell so aufzustellen, dass es dann um den Titel mitfahren könne.

Robert Kubica hat bis 2012 seinen Platz bei Renault sicher, fraglich ist dagegen die Zukunft von Witali Petrow.

Der Russe ist Kubica im teaminternen Vergleich bei den WM-Punkten (19:108) und Qualifying-Duellen (1:13) deutlich unterlegen. Er trägt den Makel mit sich herum, aus finanziellen statt aus sportlichen Gründen verpflichtet worden zu sein.

"Wir wären dumm"

"Witali ist kein 'Zahlfahrer'", hält Lopez zwar einerseits entgegen, andererseits erklärt er auch: "Die Sponsoren, die er uns gebracht hat, sind sehr gute - auch wenn sie nicht so viel Geld hineingebracht haben, wie einige es verbreitet haben."

Außerdem sei Petrow ein "guter Fahrer", von dem "250 Millionen russisch sprechende Leute" überzeugt wären:

"Wir wären dumm, wenn wir nicht merken würden, dass wir daraus Kapital schlagen können."

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