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Jenson Button (30) liegt als WM-Fünfter 42 Punkte hinter Fernando Alonso © getty

Für den McLaren-Teamchef liegt die Taktik im Saisonfinish auf der Hand: Button wird sich freiwillig als Wasserträger melden.

Von Julian Meißner

München - Jenson Button war schon vor dem Großen Preis von Südkorea krasser Außenseiter im WM-Kampf.

Nach dem Rennen in Yeongam hat er nur noch theoretische Chancen auf den Titel.

Sein Teamkollege Lewis Hamilton dagegen hat seine Ambitionen auf den zweiten Titelgewinn nach 2008 mit Platz zwei beim Doppel-Ausfall der Red-Bull-Fahrer Sebastian Vettel und Mark Webber am Leben erhalten.

Zwei Rennen vor Saisonende trennen den jüngsten Formel-1-Champion aller Zeiten 21 Punkte vom Führenden Fernando Alonso. Zwei Rennen, in denen er nun auf Buttons Schützenhilfe setzen kann.

"Bei uns liegt die Taktik auf der Hand", sagte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh gegenüber der Online-Ausgabe von "auto motor und sport": "Wir müssen unseren Fahrern eigentlich gar nichts sagen. Jenson wird Lewis seine Hilfe freiwillig anbieten."

Verschiedene Taktiken

Felipe Massa wurde bei Ferrari schon im Juli in Hockenheim in die Rolle des Wasserträgers gezwungen.

Red Bull lässt seine beiden Piloten nach offizieller Lesart bis zum bitteren Ende fröhlich gegeneinander antreten.

"Das ganze Jahr fair behandelt"

Für Whitmarsh liegen die Gründe auf der Hand, warum der Titelverteidiger nun aus freien Stücken für seinen Stallgefährten fahren wird.

"Weil er weiß, dass wir ihn das ganze Jahr fair behandelt haben", so Whitmarsh: "Und weil er weiß, dass ihn nur noch ein Wunder retten kann."

Hamilton zurückhaltend

Hamilton forderte von seinem Team nach seinem starken Auftritt in Südkorea zunächst einmal: "Wir müssen die Antwort geben."

Man habe zwar alles gegeben, um zur Konkurrenz aufzuholen, aber auch diese würde eben einen guten Job machen.

Zu möglicher Unterstützung durch Button hielt sich der 25-Jährige bedeckt.

"Ich weiß nur, dass ich bestmögliche Ergebnisse holen muss", sagte Hamilton: "Wenn Jenson mich dabei unterstützen könnte, wäre es natürlich umso besser."

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