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Bernie Ecclestone wird auf der Liste der reichsten Briten auf Platz 13 geführt © getty

Der Formel-1-Boss bleidigt die Rennställe Hispania, Lotus und Virgin: "Sie sind eine Peinlichkeit." Red Bull drückt er die Daumen.

Von Björn Seitner

München - Bernie Ecclestone nimmt mal wieder kein Blatt vor den Mund.

Der Formel-1-Boss, 304845der gerade seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, kritisiert die drei in diesem Jahr neueingestiegenen Teams Virgin Racing, Lotus F1 und Hispania Racing scharf.

"Sie machen gar nichts für uns, sie sind eine Peinlichkeit", so Ecclestone gegenüber der "Financial Times".

Und er setzte sogar - in sehr fragwürdiger Wortwahl - noch eins drauf: "Wir müssen ein paar dieser Krüppel loswerden."

Lotus, dessen Mutterkonzern "Lotus Cars" bereits von 1954 bis 1994 mit dem Traditionsrennstall "Team Lotus" in der Formel 1 vertreten war, solle der "Königsklasse" jedoch erhalten bleiben.

Virgin könne sich nur etablieren, wenn Investor Richard Branson mehr Geld in die Hand nehmen würde.

"Richard sollte mehr investieren"

Ecclestone findet, Branson solle sich ein Beispiel an Red Bull nehmen, das von Konzerneigner Dietrich Mateschitz mit viel Geld versorgt wird.

"Richard sollte vielleicht ebenfalls mehr investieren", so der Brite.

Die drei von ihm kritisierten Rennställe stehen vor dem Brasilien-Grand-Prix (1. Training, Fr. ab 13 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) vereint mit Null Punkten am Ende der Teamwertung.

Drahtzieher Ecclestone

Ecclestone ist jedoch selbst mitverantwortlich für die Aufstockung des Starterfeldes 2010.

Als sich Honda am Ende der Saison 2008 aus der Formel 1 zurückzog, entschied die FIA, weiteren Vorhaben dieser Art mit einer Budgetobergrenze entgegenzuwirken.

Dies ebnete den Weg für die neuen Teams.

Kein Verkauf der Formel 1

Ein Verkauf der Formel 1 steht derweil für den Briten nicht zur Debatte.

An Rente denke er ebenfalls nicht und er werde sich "niemals gemeinsam mit einigen Teilhabern an einen Tisch setzen. Unter meiner Regie wird das so nicht laufen", sagte Ecclestone.

"Wenn ich nicht mehr bin, wird jemand zur Stelle sein. Ich denke, es werden sich zwei oder drei Leute herauskristallisieren. Ich denke aber nicht, dass man die Arbeit so wie bisher fortführen könnte", so der 80-Jährige zu seiner Nachfolge.

Ecclestone wünscht sich Webber oder Vettel

Auf die Frage, wen er sich als Weltmeister wünschen würde, nannte Ecclestone entweder Mark Webber oder Sebastian Vettel. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Dadurch würden im kommenden Jahr insgesamt fünf Titelträger um die Meisterschaft fahren, was wiederum die Einschaltquoten und Einnahmen ankurbeln würde.

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