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Sebastian Vettel fuhr seit 2007 in bisher 62 Formel-1-Rennen 381 Punkte ein © getty

Der Weltmeister freut sich auf die Jungfernfahrt mit Nummer 1. Wechseln will er nicht, bei Red Bull sei "soweit alles im Lot".

Köln - Die Ruhe ist vorbei: Mit den Testfahrten am Dienstag erwacht die Formel 1 aus ihrem Winterschlaf, und Weltmeister Sebastian Vettel freut sich riesig auf seine erste Fahrt mit dem neuen Red Bull und vor allem auf die Startnummer 1.

"Nein, gesehen habe ich die 1 auf dem Auto noch nicht. Aber es ist schön, dass es wieder losgeht", sagte der 23-Jährige bei einem Sponsorentermin in Österreich, bei dem er nach ein paar entspannenden Wochen wieder seine persönliche Drehzahl hochgefahren hat. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Aber nicht nur Vettel, auch das Mercedes-Werksteam mit Nico Rosberg und Michael Schumacher fiebert der Vorstellung des neuen Autos am Dienstag entgegen.

"Seitdem weiß ich, dass es stimmt"

"Natürlich hat man eine Pause gebraucht und wollte Abstand gewinnen. Aber recht bald habe ich mich wieder auf die Formel 1 gefreut", sagte Vettel: "Ich will wieder angreifen. Es geht wieder bei Null los, egal ob ich im Jahr davor oben stand oder Zweiter, Dritter oder Vierter war."

An das Gefühl, Weltmeister zu sein, hat sich Vettel "jeden Tag ein bisschen mehr" gewöhnt, vor allem, seit er im Dezember den WM-Pokal in Empfang nehmen durfte, "auf dem mein Name stand. Seitdem weiß ich, dass es stimmt."

Kein Wunder, dass er diese Trophäe so schnell nicht wieder hergeben will. "Die einzige Art und Weise, ihn zu behalten, ist, wieder Weltmeister zu werden", sagte er.

Red Bull? "Soweit alles im Lot"

Rekordweltmeister Schumacher habe den Pokal schon ein paar Jahre in Folge auf dem Regal stehen gehabt, meinte Vettel: "Ich glaube, Michael hat da ein paar ausgebleichte Stellen, wo der Pokal nicht stand. Das hoffe ich bei mir nach ein paar Jahren auch so vorfinden zu können."

Dieses Ziel wird er auch weiterhin mit Red Bull verfolgen. "Ich fühle mich sehr wohl. Sowohl vertraglich als auch von meinem Gemüt her ist soweit alles im Lot. Damit sollte alles für die nächsten Jahre gerichtet sein. Im Moment gibt es da wenig zu diskutieren, aber ich bin ja noch jung", sagte Vettel.

Jahrelange systematische Förderung

Zuletzt waren Spekulationen aufgekommen, Vettel würde von einem Wechsel zu Ferrari oder Mercedes träumen.

Der Heppenheimer macht kein Hehl daraus, dass solche Teams in der Formel 1 ein Mythos seien und jeder Fahrer gerne einmal dort fahren will.

Derzeit sieht er allerdings Red Bull als seine Heimat an, nachdem der Energiedrink-Konzern von Milliardär Dietrich Mateschitz ihn durch eine jahrelange systematische Förderung zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte gemacht hatte.

[kaltura id="0_ld0bepg3" class="full_size" title="Vettels Loblied auf Schumi"]

Bei den Silberpfeilen liegts am Auto

Bei Mercedes träumt man ebenfalls vom Titel. Sportchef Norbert Haug weiß aber, dass man dafür Schumacher und Rosberg einen konkurrenzfähigeren Silberpfeil zur Verfügung stellen muss.

"Nico und Michael werden Rennen gewinnen, wenn wir ihnen das passende Auto dazu geben", sagte Haug: "Und das haben wir uns vorgenommen - auch wenn das nicht unbedingt vom ersten auf das zweite Jahr passieren kann."

Die Mannschaft um Teamchef Ross Brawn habe härter gearbeitet als je zuvor, sagte Haug: "Wir wollen einen guten Schritt nach vorne machen. Wie weit dieser uns bringen wird, hängt davon ab, wie gut die Konkurrenz an ihren neuen Autos gearbeitet hat."

Lampenfieber auch bei Haug

Als erstes Team hatte Ferrari am Freitag seinen neuen Boliden vorgestellt. McLaren wird sein neues Auto erst nach den ersten drei Testtagen am kommenden Freitag in Berlin enthüllen.

Red Bull und Mercedes zeigen am Dienstagmorgen erstmals ihre neuen Kreationen.

"Die Formel 1 ist voll von großartigen Emotionen. Und die spürt man besonders zu Beginn jeder neuen Saison, wenn das neue Auto vorgestellt wird. Ich erlebe das jetzt zum 19. Mal in Folge und die Freude und das Lampenfieber sind bestimmt nicht kleiner als beim ersten Mal", sagte Haug.

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