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Ex-Weltmeister Jenson Button musste die Tests in Jerez nach 70 Runden abbrechen © getty

Für die Saison 2011 plant McLaren die Attacke auf die Spitze - doch beim neuen Boliden treten noch technische Probleme auf.

Von Olaf Mehlhose

Jerez - Der MP4-26 läuft noch nicht nach Wunsch.

Nach der letztendlich titellosen Saison 2010 plant McLaren für dieses Jahr den Angriff auf den Weltmeistertitel - alles andere wäre für Team und Piloten eine Riesenenttäuschung.

Doch beim neuen Boliden 346451(Bilder) hapert es noch an allen Ecken und Enden.

Sowohl Lewis Hamilton als auch Jenson Button kämpften während der Testtage in Jerez mit Problemen. (Wintertests: Resultate aus Jerez)

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Button findet keine Balance

Ex-Champion Button konnte immerhin 70 Runden absolvieren, bevor er die Tests wegen des Ausfalls einer "internen Komponente" beenden musste.

In einer Pressemittelung sprach der britische Rennstall von einem "frustrierenden Tag".

"Jenson war nicht in der Lage, die richtige Balance für das Auto zu finden", hieß es in einem Statement von McLaren.

Allerdings haderte das zweitbeste Team der vergangenen Saison auch mit den Wetterbedingungen: Der starke Wind habe ein Programm zur Einholung von Daten beeinträchtigt und eine zufriedenstellendes Setup verhindert.

Ein Zehntel hinter Vettel

Mit einer Rundenzeit von 1:22.278 reihte sich Button im Klassement auf Rang neun ein - mit einem Rückstand von 2,446 Sekunden auf die Bestzeit von Williams-Pilot Rubens Barrichello.

Auf Weltmeister Sebastian Vettel verlor der Champion von 2009 aber nur ein Zehntel und hielt auch in den Longruns mit dem Red-Bull-Fahrer mit.

"Ein Schritt nach vorne"

Am Tag zuvor hatte Teamkollege Hamilton den Testbetrieb bereits nach 36 Umläufen eingestellt - dabei fuhr der Weltmeister von 2008 nie mehr als fünf Runden an einem Stück.

Grund für den vorzeitigen Abbruch waren einige kleinere Schäden am MP4-26, die wegen fehlender Ersatzteile nicht behoben werden konnten.

"Das Auto fühlt sich im Vergleich zum Vorjahresmodell gut an - das ist positiv. Es ist definitiv ein Schritt nach vorne", zeigte sich Hamilton bei "Motorsport Aktuell" dennoch zuversichtlich.

Trotz des verkürzten Programms war er auch nicht allzu weit von der Spitze entfernt. Im Endklassement belegte der 26-Jährige mit rund sieben Zehnteln Rückstand auf die Tagesbestzeit von Nick Heidfeld Platz vier.

Technische Probleme

Am Speed liegt es also nicht: In Sachen Geschwindigkeit befindet sich McLaren auf Augenhöhe mit den Besten.

Grund zur Sorge bereiten dem Team allerdings noch einige technische Probleme des Autos, was sich bei den Testfahrten in langen Standzeiten an der Box äußerte. Insgesamt fuhren Hamilton und Button in Jerez 233 Testrunden, Konkurrent Ferrari dagegen kam auf 463.

Doch McLaren bleibt noch knapp vier Wochen Zeit ein schnelles Auto auch zuverlässig zu machen.

Vielleicht lassen sich dann auch die hochgesteckten Ziele verwirklichen.

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