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Red Bull Racing ging aus dem britischen Team Jaguar Racing hervor (2004) © getty

Das Vettel-Team zieht das große Los: Die Kooperation mit Nissans Luxussparte bringt Millionen. Horner findet's "aufregend".

München - Red Bull hat das große Los gezogen.

Die Zusammenarbeit mit der japanischen Automarke Infiniti soll Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel zusätzliche Flügel verleihen.

Nach Angaben der "BBC" wird sich der zunächst auf zwei Jahre terminierte Deal für den österreichischen Rennstall vor allem finanziell auszahlen.

Das Red-Bull-Team, das bislang als einziges Top-Team für seine Motoren zahlen musste, soll diese in Zukunft umsonst bekommen.

Auch die Kosten für das Energierückgewinnungssystem KERS dürfte die Zusammenarbeit weitgehend decken.

Red Bull sparrt acht Millionen

Dadurch würde das Vettel-Team die von der FOTA vorgeschriebenen acht Millionen Euro einsparen, die die "Bullen" bisher an Motorenlieferant Renault abdrücken mussten.

Selbst wenn sich die Vereinbarung allein aufs Finanzielle beschränken würde, könnte der Deal Red Bull ordentlich Auftrieb verschaffen. (DATENCENTER: Rennkalender 2011)

Das eingesparte Geld könnte in anderen Bereichen verwendet werden und die dadurch die Performance des Autos verbessern.

"Das ist sehr aufregend"

Doch Red Bull erhofft sich durch die Kooperation auch technische Innovationen, besonders im Bereich von Batterien und Energierückgewinnung.

"Als unabhängiges Team sind wir keine Batterie-Spezialisten und keine KERS-Spezialisten. Wir wollen unseren Fokus auf das Design und den Bau von Formel-1-Chassis legen, und wenn wir dann Zugriff auf Ressourcen bekommen, wie sie Nissan und Infiniti haben, ist das für uns sehr aufregend", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

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Zudem freut sich Vettels Chef über das Engagement des neuen Herstellers Infiniti in der Formel 1, nachdem in den letzten beiden Jahren Honda, Toyota und BMW ausgestiegen waren.

Kein Namenswechsel

Da Renault zu 44 Prozent an der Nobelsparte von Nissan beteiligt ist, werden die Motoren aber auch weiterhin mit dem Branding von Renault versehen sein.

Die Triebwerke künftig unter dem Namen Infiniti laufen zu lassen, war für die Partner kein Thema.

"Infiniti steht für Echtheit. Und einfach nur einen Namen zu ändern, wäre nicht echt", sagte Infiniti-Vizepräsident Andy Palmer dem englischen Fachmagazin "Autosport".

Renault-Branding bleibt

Der Name Renault werde in der absehbaren Zukunft weiter auf dem Red-Bull-Renner zu sehen sein, sagte auch Horner.

Die Renault-Raute wird die Motorabdeckungen und auch die Fahrer-Helme zieren.

Der Infiniti-Schriftzug soll auf dem Heckflügel, der Fahrzeugnase und den Anzügen der Fahrer seinen Platz finden.

"Mit den richtigen Partnern"

"So wie sich das Team entwickelt hat, ist es für uns mit Blick auf die Zukunft strategisch wichtig, sicherzustellen, dass wir mit den richtigen Partnern zusammenarbeiten", meinte Horner: "Sei es im Marketing oder in anderen Bereichen."

Nissan war in den letzten Jahren mit der Marke Infiniti vorrangig in den USA erfolgreich, will aber jetzt zunehmend in Europa und auch Deutschland Fuß fassen.

Das Engagement in der Formel 1 soll dem japanischen Konzern erhöhte Wahrnehmung in der Öffentlichkeit bringen.

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