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Newey, studierter Luftfahrt-Ingenieur, machte seine ersten Schritte in der F1 bei Fittipaldi © getty

Die Scuderia wollte Red Bulls Star-Designer nach Maranello locken. Doch der Brite zeigte den Italienern die kalte Schulter.

Von Julian Meißner

München - Die stolze Scuderia Ferrari ist bei dem Versuch abgeblitzt, Star-Designer Adrian Newey von Red Bull abzuwerben. Und das gleich zweimal.

Das zumindest berichtet die "BBC".

Demnach kontaktierten die Italiener Newey im vergangenen Jahr zweimal telefonisch, um ihn mit einem Angebot aus Maranello zu ködern. Zu detaillierten Verhandlungen kam es dem Bericht zufolge jedoch gar nicht erst, da Newey sofort erklärt habe, er sei nicht interessiert.

Fürstliches Gehalt

"Es ist verständlich, dass jedes Team an Adrian interessiert sein dürfte", wird Red-Bull-Teamchef Christian Horner zitiert: "Aber ihm macht das Leben bei Red Bull sehr viel Spaß, und ich bin sicher, dass er noch einige Jahre bei uns bleibt."

Newey verdient geschätzte zehn Millionen Euro im Jahr - mehr als die meisten Fahrer in der Formel 1. Angeblich läuft sein Vertrag bis 2014.

Titel mit drei Teams

Seit 2006 konstruiert der 52-jährige Brite für das Team des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz, zuvor war er unter anderem für McLaren und Williams tätig gewesen.

Newey gilt als Ausnahme-Ingenieur im Hightech-Zirkus Formel 1, als einziger Chef-Designer hat er mit drei verschiedenen Teams den WM-Titel geholt.

Zuletzt stellte er Sebastian Vettel mit dem RB6 ein Weltmeisterauto hin.

Rochade nach bitterem Finale

Seine Künste sind natürlich auch der Konkurrenz in Maranello nicht entgangen geblieben. "Adrian ist einer der Besten, wenn nicht der Beste, in der Formel 1", erklärte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo jüngst in der "Gazzetta dello Sport".

"Wir scherzen oft darüber", so der Italiener über die Möglichkeit, Newey zu den Roten zu lotsen, "aber ich habe den Eindruck, dass er in England glücklich ist und bei Red Bull bleiben wird."

Nach dem bitteren Ausgang der Saison 2010, in deren 312220Finale Fernando Alonso noch den Titel an Vettel verlor, hatte Ferrari bereits Red Bulls Strategen Neil Martin unter Vertrag genommen.

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