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Felipe Massa belegte beim Saisonauftakt in Melbourne den siebten Platz © getty

Für Massa ist der Malaysia-GP von nicht mit dem Auftaktrennen zu vergleichen. Das Teamm hofft aufs Wetter, Alonso macht Urlaub.

Von Olaf Mehlhose

Für Ferrari verlief der Saisonauftakt enttäuschend.

Nach den ausgezeichneten Test-Ergebnissen war das Team aus Maranello mit großen Erwartungen in den Australien-GP gegangen. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

Doch Fernando Alonso und Felipe Massa verfügten weder im Qualifying noch im Rennen über den erforderlichen Speed, um der absoluten Spitze - insbesondere Red Bull - Paroli zu bieten.

Beim GP von Malaysia (Training, Fr., ab 7 Uhr im TV auf SPORT1) sind die Roten nun auf Wiedergutmachung aus.

"Wie Tag und Nacht"

Massa glaubt ohnehin, dass das Ergebnis von Australien für das Rennen in Kuala Lumpur ohnehin nur bedingt als Fingerzeig zu gebrauchen sei.

"Es gibt viele unbeantwortete Fragen. Wenn man Melbourne mit Sepang vergleicht, ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht", sagte der Brasilianer auf der offiziellen Webseite der Formel 1.

Der Sepang International Circuit sei im Gegensatz zum Kurs in Melbourne eine Rennstrecke mit vielen Hochgeschwindigkeitsabschnitten und Richtungsänderungen, die den Fahrern wegen der hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit körperlich alles abverlange.

"Das macht von der Physis einen großen Unterschied. Während man im Albert Park relativ frisch aus dem Wagen steigt, ist Malaysia wegen des hohen Flüssigkeits- und Gewichtsverlusts sehr anstrengend", erklärte Massa.

Viel heißer als in Melbourne

Auch Technikdirektor Pat Fry glaubt, dass die klimatischen Bedingungen eine bedeutende Rolle spielen werden.

"In Malaysia wird es sehr interessant, da wir mit 35 Grad Lufttemperatur und 50 Grad Streckentemperatur und damit viel höheren Werten als in Australien rechnen dürfen", sagte der Brite.

Eine Tatsache, die der Truppe von Teamchef Stefano Domenicali in die Hände spielen dürfte.

"Viele - darunter auch wir - hatten mit den Reifen Schwierigkeiten, vor allem im Qualifying mit der harten Mischung", erläuterte Fry: "Pirelli hat uns gesagt, dass die Leistungsunterschiede zwischen den zwei Reifenmischungen geringer sind, wenn es heißer wird."

Fokus aufs Qualifying

Für den Malaysia-GP liege der Fokus nur vor allem darauf, eine schnelle Runde im Qualifying hinzubekommen.

"Unser Renntempo war definitiv besser", sagte Fry. (DATENCENTER: Der Rennkalender)

Sollte Ferrai trotz der geplanten Änderungen immer noch hinterherfahren, bliebe immerhin noch die Hoffnung aufs Wetter.

Fry: "Man muss immer ein Auge darauf werfen, wann die Regenschauer einsetzen. Normalerweise passiert das am späten Nachmittag, gerade rechtzeitig, um das Qualifying und das Rennen aufregender zu machen."

Alonso macht Urlaub

Mit Aufregung hatte Vize-Weltmeister Alonso in den vergangenen Tagen eher wenig am Hut.

Der Spanier entspannte sich mit Golfspielen und Wellness bei einem Kurzurlaub auf Hamilton Island, einer Insel im nordöstlichen australischen Bundesstaat Queensland.

Auch durch den nicht ganz den Erwartungen entsprechenden Saisonstart ließ sich der 29-Jährige nicht aus der Ruhe bringen.

"Wir wissen, dass wir unsere Performance verbessern müssen, aber wir wissen ebenfalls, dass das Ergebnis nicht so schlecht war", stellte Alonso klar: "Wir werden ein paar Veränderungen am Auto vornehmen, allerdings nichts von dem man sagen könnte, dass wir dadurch in Sachen Performance einen großen Sprung nach vorn machen."

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