vergrößernverkleinern
Sebastian Vettel gewann 2010 als bislang jüngster Pilot den Weltmeistertitel © getty

Formel-1-Champ Vettel traut seinem Boliden beim Grand Prix von Malaysia alles zu. Sein härtester Gegner könnte von oben kommen.

Kuala Lumpur - Mit seinem Traumauto "Kinky Kylie" würde Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel notfalls sogar eine Runde Schwimmen gehen.

"Bis jetzt bin ich mit ihr noch kein einziges Mal im Regen gefahren, schauen wir mal. Aber ich gehe davon aus, dass sie schwimmen kann, Regenreifen haben wir ja", sagte Vettel vor dem Großen Preis von Malaysia in Kuala Lumpur (Training, Fr., ab 7 Uhr im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER).

Dabei könnte möglicherweise das Wetter sein größter Widersacher werden.

Wie am Donnerstagnachmittag, als Vettel den internationalen Journalisten Rede und Antwort stand, könnte es auch am Sonntag während des Rennens einen Wolkenbruch geben.

"Als würde man die Dusche aufdrehen"

"Es regnet hier jeden Tag, meistens am Nachmittag, wenn die Wolken das Wasser nicht mehr halten können. Ein bisschen Regen kann für die Zuschauer und auch für uns ja ganz unterhaltsam sein, aber wenn es hier regnet, dann gleich so, als würde man die Dusche aufdrehen", sagte Vettel, der selbst "mein Seepferdchen gemacht" hat.

Dann ist dem Zufall Tür und Tor geöffnet und selbst ein Abbruch - wie vor zwei Jahren - wäre möglich.

Vettel hätte da lieber klare Verhältnisse. "Wenn dein Auto im Trockenen gut ist, dann will man eher kein Risiko eingehen", sagte Vettel, dessen Red-Bull-Renner beim Saisonauftakt in Melbourne der Konkurrenz meilenweit überlegen war.

Schumacher mit viel Respekt

"Das Auto ist ein sehr gelungener Wurf. Seb ist in Melbourne ja nur so schnell gefahren, wie er musste. Seine richtige Leistung haben wir noch gar nicht gesehen", meinte Mercedes-Pilot Michael Schumacher: "Dass sie das beste Auto im Feld haben, ist offensichtlich."

Doch auch das beste Auto kann noch verbessert werden, deshalb will Red Bull anders als noch in Australien diesmal auch mit dem Energierückgewinnungssystem KERS fahren.

"Ohne KERS bist du im Nachteil"

"KERS wird an Bord sein. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir am Freitag, Samstag und Sonntag damit fahren werden", sagte Vettel, der sich auf die per Knopfdruck in jeder Runde für 6,7 Sekunden abrufbaren 82 Zusatz-PS freut: "KERS kann dir nur helfen. Ohne KERS bist du im Nachteil: keine Power, nur Gewicht."

Tiefstapelnder Champion

In Melbourne hatte Red Bull wegen Zuverlässigkeitssorgen noch in Qualifikation und Rennen auf den Einsatz verzichtet (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

"Um zu gewinnen, musst du schneller als alle Anderen sein", lautete Vettels einfaches Fazit. Von einer Dominanz angesichts seiner großen Überlegenheit in Melbourne will der 23-Jährige aber nach einem von 19 Rennen noch nicht sprechen (DATENCENTER: Der Rennkalender).

[kaltura id="0_bjwc0jhk" class="full_size" title="Vettel erklärt KERS und Flügel"]

Malaysia liegt Red Bull

"Das wäre fehl am Platz. Dafür wissen wir, dass zu viel passieren kann", meinte er. Auch wenn die Rennstrecke vor den Toren von Kuala Lumpur eine ganz andere Charakteristik hat als der außergewöhnliche nicht permanente Kurs im Albert Park von Melbourne, ist Vorjahressieger Vettel dennoch sehr zuversichtlich.

"Ich bin kein Hellseher, aber ich denke, die Strecke sollte unserem Auto liegen. Ich freue mich auf das Rennen. Ich denke, es sollte funktionieren."

Schwitzen für den Erfolg

Er selbst dürfte körperlich den hohen Belastungen durch Hitze und extreme Luftfeuchtigkeit auf jeden Fall gewachsen sein. Nach dem Rennen in Australien war er in Südostasien geblieben. "Am liebsten wäre ich zu Hause gewesen. Aber von der Zeitzone her war es das Beste, hierzubleiben und sich an die Hitze und das Schwitzen zu gewöhnen", sagte er.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel