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Fernando Alonso liegt in der WM-Wertung bereits 42 Punkte hinter Spitzenreiter Vettel © getty

Nach dem Stotterstart in die Saison fordert der Ferrari-Star auch über die Internetseite Verbesserungen von seinem Team.

Von Tobias Wiltschek

München - Fernando Alonso ist unzufrieden. Seinem Ärger über den verpatzten Saisonstart machte der Ferrari-Pilot zunächst in Zeitungsinterviews Luft, nun aber auch auf der Internetseite des Teams. (Alonso ratlos - Ferrari-Boss schlägt Alarm)

"Das war sicherlich nicht der Start, den wir uns erhofft haben", meinte der Spanier zu Beginn seines Beitrags noch einigermaßen diplomatisch.

Schon wenige Zeilen später aber wurde er direkter. "Wir müssen alle hart arbeiten, um uns in jeder Hinsicht zu verbessern", mahnte er auf "ferrari.com". Der Erfolg stelle sich nur ein, wenn alles bestens funktioniere: "Das Auto, die Strategie, die Boxenstopps, die Fahrer und alle anderen Mitarbeiter."

Auto bereitet Kopfzerbrechen

Vor allem das Fahrzeug bereitete dem zweifachen Weltmeister Kopfzerbrechen. "Das Auto ist zu langsam", hatte er sich kurz nach dem Grand Prix von China in Schanghai schon gegenüber "El Pais" beklagt.

Weder Alonso noch sein Teamkollege Felipe Massa schafften in den ersten drei Saisonrennen den Sprung aufs Podium. Zusammen kommen die beiden Ferrari-Piloten auf mäßige 50 Punkte. (DATENCENTER: WM-Stand)

Zum Vergleich: Weltmeister Sebastian Vettel hat allein bereits 68 Zähler auf seinem Konto und führt damit die aktuelle WM-Wertung an. Alonso und sein brasilianischer Stallgefährte folgen schon mit beträchtlichem Rückstand auf den Plätzen fünf und sechs.

Alonso: "Keine Zeit verlieren"

"Wir müssen aufholen", forderte der Vizeweltmeister sein Team auf. "Wir dürfen nicht mehr viel Zeit verlieren."

Hoffnung schöpft der 29-Jährige ausgerechnet aus der überraschend starken Vorstellung eines Konkurrenten: "Nach den letzten Tests vor dem Saisonstart in Barcelona dachte jeder, dass McLaren im Nirgendwo landet. Und dann sind sie jedes Mal aufs Podium gefahren, in China sogar zum Sieg."

Dies zeige, wie schnell sich die Dinge in der Formel 1 ändern können.

Erinnerungen an letztes Jahr

Auch die eigene Vergangenheit macht dem Asturier Mut.

"Man muss nur das letzte Jahr anschauen: Da wurde uns schon nach den Rennen in der Türkei und England prophezeit, wir sollten uns schon auf das folgende Jahr konzentrieren", erinnerte sich Alonso.

"Aber wir haben nicht aufgegeben und waren bis zuletzt im Titelkampf dabei."

Genau diesen Kampfgeist erwartet er auch für die laufende Saison: "Ich vertraue dem Team und weiß, aus welchem Holz es geschnitzt ist", erklärte Alonso. "Ich spüre von allen in Maranello den Willen, zurückzuschlagen."

Allerdings weiß er auch, dass die anderen Teams bis zum nächsten Rennen in der Türkei am 8. Mai auch "nicht Däumchen drehen werden".

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