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Felipe Massa fährt seit 2002 in der Formel 1 und errang dabei elf Siege © getty

Ferrari will beim Großen Preis der Türkei die Aufholjad starten. Beim Design orientieren sich die Scuderia am Vettel-Rennstall.

Von Dustin Werk und Olaf Mehlhose

München - Wenn die Formel-1-Teams am kommenden Wochenende ihre Garagen in der Boxengasse des Türkei-Grand-Prixs beziehen (Training, Fr., ab 13 Uhr im TV auf SPORT1), dürfte sich ein Fahrer ganz besonders freuen: Felipe Massa.

Immerhin ist der Ferrari-Pilot der Rekordsieger in der Türkei.

"Die Rennstrecke in Istanbul ist die Strecke, die meiner Karriere den Umkehrschub gab und ich endlich begann, Rennen zu gewinnen", sagt der Brasilianer unumwunden.

Stimmt, denn eben dort gewann Massa 2006 sein erstes Formel-1-Rennen.

Weit weg vom früheren Glanz

In den kommenden Jahren ließ er noch zwei weitere Triumphe folgen - und feierte damit drei seiner insgesamt elf Grand-Prix-Siege in der Türkei.

Von solchen Erfolgen kann Ferrari in der bisherigen Saison allerdings nur träumen:

Die erschreckend schwachen Resultate der ersten drei Rennen entsprechen in keinster Weise der hohen Erwartungshaltung bei der Scuderia.

Nachholbedarf bei Ferrari

"Das war sicherlich nicht der Start, den wir uns erhofft haben. Das Auto ist zu langsam", erklärt Fernando Alonso bei "ferrari.com". (Alonsos Weckruf: "Wir müssen aufholen")

Spätestens beim Türkei-GP soll nun jedoch die Aufholjagd beginnen - andernfalls dürfte das Team aus Maranello die Titelhoffnungen wohl schon frühzeitig ad acta legen.

Die drei Wochen nach dem China-GP nutzten die Roten immerhin dazu, neue Updates an den Boliden zu installieren. (Simulator-Test lässt Rosberg träumen)

[kaltura id="0_94lj98z0" class="full_size" title="Rosberg am Steuer"]

Erste Veränderungen

Nach übereinstimmenden Medienberichten waren bei Testfahrten am Filmtag in Fiorano bereits erste Upgrades am Wagen zu erkennen.

Laut "Omnicorse" wurden Veränderungen am Diffusor und der hinteren Aufhängung durchgeführt.

Außerdem soll das Auto in einem Versuch, Red Bull nachzueifern, am Heck höher sein als zuvor, um den Vorderflügel so näher an die Straße zu bringen.

Verbesserungen sind beim F150 Italia allerdings auch bitter nötig: In den ersten drei Rennen war das Auto bei der Aerodynamik und bei Top-Speed nicht konkurrenzfähig. (DATENCENTER: WM-Stand)

Türkei-GP als Wendepunkt?

Aber: Die Testfahrten könnten für Ferrari noch ein Nachspiel haben. Seit der vergangenen Saison ist es laut Reglement schließlich nicht mehr erlaubt, an einem Filmtag neue Teile am Auto zu testen.

So oder so: Hoffnung dürfte dem Traditions-Rennstall der Schauplatz des kommenden Rennens geben.

Auch wenn die Ferraris im vergangenen Jahr nur die Plätze sieben und acht belegten, stellte der Türkei-GP im Nachhinein einen Wendepunkt dar: Denn danach folgte ein Podiumsplatz - und drei Rennen später der erste Sieg. Für Alonso war es der erste Schritt zur knapp verpassten Weltmeisterschaft.

Besonderes Geschenk für Massa

Gerade Massa dürfte in Istanbul hochtmotiviert sein: Feierte er doch unter der Woche seinen 30. Geburtstag.

Als Geschenk durfte er in Maranello gleich drei verschiedene Ferrari-Modelle um die Rennstrecke heizen.

"Das hat so viel Spaß gemacht. Drei Ferraris an einem Tag zu fahren, habe ich noch nie gemacht", freute sich der Brasilianer.

Zuvor hatte der Vize-Weltmeister von 2008 mehrere Stunden im Simulator verbracht, um seinen Dienstwagen schneller zu machen.

Damit sich Massa am Sonntag selbst das schönste Geschenk machen kann: Den vierten Sieg in Istanbul.

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