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Schumi (l.) fuhr 1990 für das Mercedes-Junior-Team; Haug war früher Journalist © getty

Der Mercedes-Pilot und sein Sportchef gehen auch weiterhin gemeinsame Wege. Schumacher dementiert erneut Rücktrittsgedanken.

Barcelona - Rekordweltmeister Michael Schumacher und Mercedes-Sportchef Norbert Haug haben sich trotz der bisher enttäuschenden Formel-1-Saison gegenseitige Treue geschworen.

Weder die zunächst bis 2012 fixierte Zusammenarbeit noch die Freundschaft stehe auf dem Spiel, versicherten beide in einem gemeinsamen Interview mit der "Bild am Sonntag".

"Egal, was kommt: Wir gehen durch dick und dünn", sagte Schumacher: "Wir sind jetzt seit 20 Jahren in der Formel 1 und wir kennen uns seit mehr als 25 Jahren. Wir sind beide Kämpfer mit vielen Jahren Formel-1-Erfahrung. Wir wissen, der einzige Weg, der zum Erfolg führt, ist der Zusammenhalt." (DATENCENTER: Ergebnis Qualifying)

"Freundschaft wächst"

Haug versicherte: "Gerade dann, wenn es schwierig ist und man dann erst recht weiter zueinandersteht, wächst doch eine Freundschaft. Sonst ist es keine." (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Der siebenmalige Weltmeister Schumacher verschwendet weiterhin keinen Gedanken an einen erneuten Rücktritt.

"Ich habe den Weg zu Mercedes ja zurückgefunden, dorthin, wo für mich alles angefangen hat. Und jetzt wollen wir die Dinge gemeinsam anpacken und etwas Großes aufbauen. Ich bin überzeugt von dem, was wir machen und davon, dass es ein gutes Ende haben wird", sagte der 42-Jährige.

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Noch kein Podium seit Comeback

Schumacher stand seit seinem Comeback Anfang 2010 noch nicht auf dem Podium. "Natürlich haben wir uns eine schnellere Entwicklung und Siege gewünscht. Aber in der Formel 1 dauert es mindestens drei Jahre, um an die Spitze zu kommen", meinte Schumi.

Haug bezifferte diese Zahl gar auf "drei bis fünf Jahre".

"Dieses Jahr hakt es nirgendwo"

Eine sportliche Krise will Schumacher aktuell denn auch gar nicht erkennen. "Letztes Jahr war ich vielleicht noch nicht ganz da, wo ich sein wollte, aber dieses Jahr hakt es nirgendwo", erklärte er und nimmt sich das Weltmeister-Team von Red Bull und Champion Sebastian Vettel zum Vorbild:

"Alle Faktoren für ein standfestes Gerüst sind da. Jetzt müssen wir es aufbauen und optimieren. Dann wird es laufen - so wie augenblicklich bei Red Bull. Wir werden das schaffen."

Die Medienberichte über seine Person lese er gar nicht, versicherte Schumacher. "Das hat nichts mit Missachtung zu tun", erklärte er: "Aber ich habe genügend Erfahrung, um zu wissen, womit ich mich wirklich auseinandersetzen muss."

Hoffnung auf Siege

So hoffe er, bald mit Mercedes mal eine Siegerfeier zu erleben. Die bei Ferrari, wo er seine größten Erfolge feierte, seien legendär gewesen. "Da könnte ich Ihnen ein ganzes Buch vollschreiben", sagte Schumacher und ergänzte schmunzelnd:

"Das wäre aber an einigen Stellen nicht ganz jugendfrei."

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