vergrößernverkleinern
Hamilton (r.) kam in Barcelona bis auf sechs Zehntel an Vettel heran © imago

In Barcelona brechen die Chrompfeile in die Phalanx der Red Bull ein. In Monaco will Lewis Hamilton zum Überholen ansetzen.

Von Tobias Wiltschek

Barcelona/München - Was für ein Unterschied zum Rennen in Istanbul.

Herrschte nach dem Grand Prix der Türkei noch dicke Luft bei McLaren (Bericht), strahlten Lewis Hamilton und Jenson Button nach dem Großen Preis von Spanien in Barcelona mit der Sonne um die Wette 408045(DIASHOW: Die Bilder zum Rennen).

Nachdem die Chrompfeile auf dem Istanbul Park Circuit mit den Plätzen vier und sechs arg enttäuscht hatten, gelang ihnen in Katalonien der doppelte Sprung aufs Podium. (DATENCENTER: Das Renn-Ergebnis)

Hamilton "positiv überrascht"

"Ich bin positiv überrascht, wie schnell wir waren", freute sich Hamilton nach seinem starken zweiten Platz. "Ich denke, wir waren im Renntrimm etwas schneller als Red Bull, abgesehen von den Höchstgeschwindigkeiten."

Der Weltmeister von 2008 brachte den amtierenden Champion Sebastian Vettel 30 Runden lang mächtig ins Schwitzen, ehe er sich am Ende nur um etwas mehr als eine halbe Sekunde geschlagen geben musste.

Lob vom Weltmeister

"In der Schlussphase des Rennens wurde es immer enger", schilderte der Red-Bull-Pilot den harten Kampf an der Spitze. "Wenn der Kerl einfach nicht aus dem Rückspiegel verschwinden will, muss man bis zur letzten Runde kämpfen und attackieren."

Dass Vettel mit einer fahrerischen Glanzleistung das Versagen seines KERS-Systems in den letzten Runden wettmachte und seinen Verfolger so auf Distanz hielt, schmälert die Leistung von Hamilton nicht. Er ist nach fünf Rennen mit 41 Punkten Rückstand auf Vettel "The Best of the Rest".

[kaltura id="0_do2pfk7q" class="full_size" title="Eine Runde in Barcelona"]

Um noch größeren Druck auf den WM-Führenden auszuüben, muss das britische Team freilich im Qualifying zulegen. Knapp eine Sekunde haben die Chrompfeile bei der Zeitenjagd auf einer Runde gegenüber den beiden Red Bull verloren.

Button überholt die Konkurrenz

"Wir werden nun nach Wegen suchen, um unser Tempo im Qualifying zu verbessern", meinte Hamilton, der sich auch über den dritten Platz von Jenson Button freute: "Ein tolles Resultat für das Team."

Buttons Überholmanöver gegen Mark Webber und Fernando Alonso gehörten zu den zahlreichen Höhepunkten des Spanien-Grand-Prix; und das nach einem völlig missratenen Start. "Ja, meine erste Runde war eine totale Katastrophe", gab der Weltmeister von 2009 zu, der sich erst einmal auf Platz zehn wiederfand.

Danach aber ließ er seine Konkurrenten nach und nach hinter sich, "was an meiner fantastischen Strategie lag", so Button.

Perfekte Dreistopp-Strategie

"Es machte sehr viel Spaß, von hinten nach vorne zu fahren und Fernando und Mark zu überholen, als sie auf harten Reifen fuhren und ich weiche Pneus am Auto hatte", meinte der 31-Jährige, der für seine Aufholjagd ein großes Kompliment von seinem Teamchef erhielt.

"Jenson war nach der ersten Runde nur Zehnter und musste von da an aufholen. Mit der Dreistopp-Strategie hat er genau das geschafft", sagte Martin Whitmarsh. "Er musste die richtige Balance zwischen Tempo und Reifenverschleiß wählen." Weil er das meisterhaft bewältigen konnte, stieg auch er mit aufs Podest.

Sieg in Monaco?

Am kommenden Wochenende in Monaco will das Team aus Woking noch erfolgreicher abschneiden. "Auf dieser Strecke", so Hamilton, "ist die Aerodynamik nicht so wichtig und der Fahrer kann den Unterschied ausmachen".

An Selbstbewusstsein mangelt es bei McLaren nicht. Im Fürstentum müssen sie vor allem im Qualifying beweisen, dass sie ihren Worten auch Taten folgen lassen können.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel