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Jenson Button wechselte nach der Saison 2009 vom Brawn GP zu McLaren © getty

Die Roten planen offenbar die Verpflichtung des WM-Zweiten - der scheint nicht abgeneigt. Kommt McLarens Offerte zu spät?

Von Olaf Mehlhose

München - Jenson Button ist heiß begehrt.

Mit seinem Husarenritt von Montreal hat der Weltmeister von 2009 bewiesen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Gleichzeitig hat er seinen Marktwert allem Anschein nach erheblich gesteigert.

Nach Angaben der "Daily Mail" hat Ferrari bereits ein Auge auf den 31-Jährigen geworfen.

Aus dem Umfeld des Rennstalls aus Maranello war zu vernehmen, dass sich Ferrari bereits beim Management des WM-Zweiten erkundigt habe, ob ein Wechsel in Frage kommt.

Button als 1b?

Button könnte bei den Roten den immer wieder auf der Kippe stehenden Felipe Massa ersetzen.

Bestätigen wollte das Interesse an Button beim Traditions-Team allerdings niemand. Es gäbe in letzter Zeit "viel Gerede" heißt es von offizieller Seite.

Doch eine Verpflichtung von Button würde für die Roten durchaus Sinn machen. Massa erfüllt die hohen Ansprüche der Italiener schon seit einigen Jahren nicht mehr.

Neben seiner fahrerischen Klasse zeichnet sich Kanada-Sieger Button vor allem durch sein ruhiges Naturell aus. Ferrari sieht darin offenbar die perfekte Ergänzung zu Top-Fahrer Fernando Alonso.

Traum von Ferrari

Die Chancen stehen anscheinend gar nicht mal schlecht. Der WM-Fünfte des vergangenen Jahres erzählte erst kürzlich, dass er immer davon geträumt habe, für Williams, McLaren und Ferrari zu fahren.

"Ich konnte bislang für zwei der Teams fahren, das ist toll und das habe ich als achtjähriger Junge nicht erwartet", sagte Button.

Seine besondere Vorliebe habe aber immer der Scuderia gegolten: "Als Kind will man unbedingt für das rote Team fahren."

McLaren kontert

Offenbar schrillen nun auch bei seinem jetzigen Team die Alarmglocken.

Der Konter von McLaren ließ zumindest nicht lange auf sich warten: Um alle Abwerbungsversuche im Keim zu ersticken, ködert der britische Rennstall seinen derzeitigen Spitzenfahrer mit einem Rentenvertrag.

Die britischen Medien verbreiteten, dass McLaren "so glücklich über Buttons Leistungen" sei, dass ihm in Kürze ein neue Offerte unterbreitet werde.

Neuer Vertrag winkt

Anstatt die einseitige Option für eine automatische Verlängerung um ein Jahr zu ziehen, planen die Silbernen dem zehnmaligen Grand-Prix-Gewinner eine vorzeitige "Vertragsverlängerung zu verbesserten Konditionen" anzubieten.

Im Augenblick wird der Ex-Champion mit knapp sieben Millionen Euro pro Jahr entlohnt.

"Ich mag es, wenn die Zukunft offen ist"

Ob das Angebot ausreicht, um Button bei McLaren zu halten, darf bezweifelt werden.

Der Montreal-Sieger ließ gerade erst verlauten, dass er an der Unterzeichnung eines langfristigen Vertrags nicht interessiert sei.

"McLaren hält auf mich für nächstes Jahr eine Option. Das ist alles, was ich weiß. Viele meiner Kollegen wollen sich gerne lange absichern. Ich mag es, wenn die Zukunft offen ist", erklärte der Brite.

Damit dürfte er weiteren Spekulationen Tür und Tor geöffnet haben.

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