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Ferrari-Star Fernando Alonso konnte in Valencia noch nie auf das Podium fahren © getty

Alonso rechnet sich für den Europa-GP gute Siegchancen aus. Dafür müsste er allerdings seine Valencia-Pechsträhne beenden.

Von Olaf Mehlhose

München - Jede Serie hat einmal ein Ende.

Auch wenn Fernando Alonso bei seinen bisherigen Auftritten auf dem Valencia Street Circuit nicht gerade vom Glück verfolgt war, hat sich der Spanier für den Großen Preis von Europa (1. Training, Fr., ab 10 LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) viel vorgenommen.

"Wir haben das Potenzial zu gewinnen" kündigte Alonso auf der Ferrari-Homepage an.

Tatsache ist, dass er bei seinem Heim-Rennen noch auf eine Podiumsplatzierung wartet, dass will Alonso nun ändern.

"Vielleicht ist der Moment gekommen, ein erstes Mal zu feiern", sagte der derzeitige WM-Fünfte: "Außerdem habe ich den Europa-Grand-Prix bereits zwei Mal gewonnen, als er noch auf dem Nürburgring ausgetragen wurde. Aller guten Dinge sind drei."

Auf dem richtigen Weg

Der Trend der letzten Wochen habe bereits gezeigt, dass sich Ferrari auf dem richtigen Weg befinde.

"In den letzten beiden Rennen haben wir gezeigt, dass wir in der Lage sind, zu gewinnen", erklärte der Spanier: "Insbesondere in Monaco waren wir nahe dran. Aber auch in Kanada hätte ich um den Sieg kämpfen können. Im Qualifying haben wir gesehen, was möglich ist."

Sehnsucht nach Erfolg

Der erste Saisonerfolg würde zumindest viel Druck von der krisengeschüttelten Scuderia nehmen, das weiß auch Alonso: "Unsere Fans warten sehnsüchtig auf den ersten Saisonsieg. Ich kann garantieren, dass für uns das Gleiche gilt."

Die Chancen stehen nach Meinung des zweimaligen Champions nicht einmal schlecht: "Die Strecke in Valencia ist ähnlich beschaffen wie die in Montreal. Es gibt keinen Grund, warum wir dort nicht konkurrenzfähig sein sollten."

Gegen den Heimfluch

Einzig seine persönliche Valencia-Pechsträhne trübt die Aussichten ein wenig.

"Um die Wahrheit zu sagen, die Rennen in Valencia sind nie besonders glücklich für mich verlaufen", sagte Alonso: "Vor allem im letzten Jahr, als ich trotz eines sehr guten Autos nur Achter wurde."

Kein Blick zurück im Zorn

Damit spielte der Spanier vor allem auf die Aktion von Lewis Hamilton an, der sich, obwohl bereits die Safety-Car-Flaggen geschwenkt wurden, noch an dem Auto von Bernd Mayländer vorbeischlängelte.

Die beiden Ferrari-Piloten verloren viel Zeit. Hamilton bekam zwar später noch eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt, beendete das Rennen aber als Zweiter.

Nach dem Rennen schäumte Alonso vor Wut - mittlerweile hat er den Vorfall abgehakt: "Jeder erinnert sich, was damals vor der Safety-Car-Phase passiert ist, deswegen gibt es keinen Grund, das Thema wieder aufzuwärmen."

Nachholbedarf in Sachen Glück

Stattdessen hofft der Vize-Weltmeister darauf, dass das Pendel diesmal in seine Richtung ausschlägt.

"Ich glaube an die Balance zwischen Glück und Pech im Verlauf einer Saison. Vielleicht bestätigt sich diese ungeschriebene Regel auch in Bezug auf Rennstrecken", erklärte der 29-Jährige.

Bei Ferrari macht Alonso ohnehin noch einigen Nachholbedarf in Sachen Fortune aus: "Die bisherige Saison ist nicht gerade nach unseren Wünschen verlaufen. Beim Rennen in Montreal hat nicht eine verdammte Sache geklappt."

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